Stadtweite Einführung von Erhaltungssatzungen

Sehr geehr­ter Herr Oberbürgermeister Horn,
die Freiburger SPD setzt sich seit 2 Jahren für die Einführung von Erhaltungssatzungen im gan­zen Stadtgebiet ein. Wir von der SPD des Stadtteils Stühlinger haben dies­be­züg­lich bereits über die SPD-Gemeinderatsfraktion eine Anfrage an den Baubürgermeister Herrn Dr. Haag gestellt. Die Antwort war, dass es der­zeit keine Notwendigkeit gäbe, im Stühlinger eine Er­haltungssatzung zu erlas­sen.
Wir kön­nen diese Antwort aus zwei Gründen nicht nach­voll­zie­hen:

  1. Wir sehen aktu­ell eine starke Gentrifizierung des Alt-Stühlingers mit Luxussanierun­gen, Verkäufen zu Höchstpreisen, Umwandlung von Mietwohnraum in Eigentum etc. Wir haben bereits eine Liste mit den betrof­fe­nen Objekten erstellt, von denen wir Kenntnis haben.
  2. Wir haben uns das Gutachten, das der Antwort von Herrn Dr. Haag zugrunde liegt, ge­nau ange­schaut und uns mit dem dafür zustän­di­gen Amt APS in Verbindung gesetzt. Es hat sich her­aus­ge­stellt, dass die Studie nur Stadtteile Freiburgs mit­ein­an­der ver­gleicht, es daher zu der para­do­xen Situation kommt, dass die Studie Stadtgebiete Frei­burgs als unauf­fäl­lig aus­gibt, wäh­rend dort der Siedlungsdruck den­noch höher ist als in jedem Stadtteil von z. B. Mainz. Den Machern der Studie ist kein Vorwurf zu ma­chen, denn es wurde ihnen keine sta­tis­ti­sche Methode vor­ge­ge­ben, nach der die Studie zu erstel­len war.

Im Gespräch mit dem Leiter des APS, Herrn Staible, wurde klar, dass es für die Stadtverwal­tung Neuland ist, meh­rere oder groß­flä­chige Erhaltungssatzungen zu betreuen. Wir haben uns dar­auf­hin ange­schaut, wie andere Städte Erhaltungssatzungen aus­wei­sen und diese ver­wal­ten. Am Beispiel von z. B. Berlin Neukölln oder München sieht man, dass man mit­tels Erhaltungs­satzungen Druck und Spekulationen aus dem Wohnungsmarkt neh­men kann. Wir sind davon über­zeugt, dass Freiburg Erhaltungssatzungen braucht, nicht nur im Stühlinger. Die Recht­sprechung dazu ist recht ein­deu­tig: Muss ein Mieter aus sei­ner Wohnung aus­zie­hen, hat aber keine Möglichkeit im sel­ben Stadtteil eine gleich­wer­tige Wohnung zu fin­den, hat die Stadt ein berech­tig­tes Interesse ein Milieuschutzgebiet ein­zu­rich­ten.
Daher sehen wir die Notwendigkeit als auch die Umsetzbarkeit von Erhaltungssatzungen ge­geben. Uns ist klar, dass dies neue Personalkosten und Aufgaben in der Verwaltung mit sich bringt und die Verwaltung dar­auf vor­be­rei­tet sein muss.
Wir möch­ten, dass Politik und Verwaltung gemein­sam das Thema ange­hen und bit­ten Sie da­her um ein Gespräch mit Ihnen, Herrn Dr. Haag und Herrn Staible vom APS. In die­sem Ge­spräch möch­ten wir Ihnen unsere aktu­elle Liste mit Gentrifizierungsobjekten zei­gen und vor­stellen, wie andere Städte in Deutschland mit Erhaltungssatzungen umge­hen und uns austau­schen, wie und in wel­chem Zeitrahmen Erhaltungssatzungen nicht nur beschlos­sen, son­dern auch umge­setzt wer­den kön­nen.

Uwe Stöhr, Vorsitzender SPD Stühlinger

Ist das Siegesdenkmal ein Zeichen von Freundschaft?

Warum die geplanten Informationsplaketten am Siegesdenkmal nicht ausreichen.

Das Freiburger Siegesdenkmal

Am nörd­li­chen Ende der Freiburger Innenstadt, steht Victoria, herr­schaft­lich einen Lorbeerkranz über die Truppenteile des wer­den­den deut­schen Kaiserreichs erhe­bend, als Versinnbildlichung des Sieges des nord­deut­schen Bundes und sei­ner süd­deut­schen Verbündeten über Frankreich im deutsch-fran­zö­si­schen Krieg. 2017, bei­nahe 150 Jahre nach dem deutsch-fran­zö­si­schen Krieg wurde das Denkmal wie­der auf­ge­stellt. Das erneute Aufstellen scheint auf den ers­ten Blick ahis­to­risch und unzeit­ge­mäß. Das Denkmal ent­stand nur wenige Jahre nach dem Krieg im Zeitalter der natio­na­lis­ti­schen Ideologien in Europa, die Europa in den Abgrund des 1. Weltkriegs stürz­ten. Die natio­na­lis­ti­sche Idee, die aus dem Denkmal spricht, ver­lor schließ­lich nach der Katastrophe des Nazi-Regimes für den Großteil der Gesellschaft seine Anziehung. Daher über­rascht die erneute Auf- und Umstellung des Siegesdenkmals im Zuge des Umbaus des Verkehrsknotens. Jedoch wurde im März 2018 vom Stadtrat beschlos­sen, das Denkmal mit einer Informationsplakette zu ver­se­hen. „Das his­to­ri­sche Siegesdenkmal soll uns dazu anhal­ten, Nationalismus und Krieg dau­er­haft zu über­win­den und uns aktiv für Frieden und Völkerverständigung ein­zu­set­zen.“ soll es auf  der Plakette hei­ßen. In der Pressemitteilung der Stadt steht „Historischer Kontext soll deut­lich wer­den“. Diese his­to­ri­sche Einordnung ist sinn­voll und not­wen­dig, über­rascht zugleich vor allem jedoch dadurch, dass der Beschluss erst nach der Neu-Errichtung des Denkmals geschlos­sen wurde. Noch frag­wür­di­ger und pro­ble­ma­ti­scher jedoch ist die Beibehaltung des Namens „Siegesdenkmal“, ja sie schwächt die Intention der his­to­ri­schen Aufarbeitung des Siegesdenkmals durch die geplante Plakette.
Namensgebungen und Neubenennungen spiel­ten und spie­len in der Geschichte und in ver­schie­de­nen Gesellschaften eine bedeu­tende Rolle, denn Namen sind meist auch Programm. Man erin­nere sich an die Diskussionen zur Namenswahl des der­zei­ti­gen Papstes Franziskus, dem durch die Wahl ein Reformanspruch und Verzicht auf Prunk zuge­spro­chen wurde. Als Akt der Emanzipation nah­men sich viele befreite Sklaven der ver­ei­nig­ten Staaten neue Namen (daher der häu­fige Name „Freeman“). Der afro-ame­ri­ka­ni­sche Bürgerrechtler Malcolm X änderte gleich zwei­mal sei­nen Namen (von „Malcolm Little“ zu „Malcolm X“ zu „El Hajj Malik el-Shabazz“), was jeweils eine Wende im Denken des Bürgerrechtlers aus­drückte. Nicht zu ver­ges­sen ist auch die poli­ti­sche Bedeutung der Umbenennung gan­zer Städte wie etwa die Umbenennung der Stadt Chemnitz zu Karl-Marx-Stadt in der DDR oder die sowje­ti­sche Umbenennung St. Petersburgs zu Leningrad. Ein posi­ti­ves Beispiel setzte die Stadt Freiburg durch die Einberufung einer his­to­ri­schen Kommission zur Prüfung der Straßennamen der Stadt.
Zwar wurde im März 2018 auch beschlos­sen, den darum lie­gen­den Platz als Europaplatz zu benen­nen, doch bleibt der Name Siegesdenkmal erhal­ten. Wie wirkt das Denkmal heute? Das Denkmal blickt den Straßenbahnen und Fußgängern die sich die zen­trale Kaiser-Joseph-Straße Richtung Norden bewe­gen, direkt ent­ge­gen und bil­det somit den impo­san­ten Abschluss der Kaiser-Joseph-Straße. Es steht somit in direk­ter Linie Richtung Norden vom Bertoldsbrunnen und nimmt damit eine pro­mi­nente Stelle im Stadtplan ein. Bis heute wur­den noch keine Informationsplaketten auf­ge­stellt. Das Denkmal bleibt auf­grund sei­ner Größe und Eindrücklichkeit im Gedächtnis. Die feh­len­den Plaketten tun ihr Übriges dazu, wobei auch Informationsplaketten ver­mut­lich den all­ge­mei­nen Eindruck nicht wesent­lich ver­än­dern wer­den, zumal die Haltestelle der öffent­li­chen Verkehrsmittel eben­falls den Namen Siegesdenkmal trägt. Eine his­to­risch-kri­ti­sche Aufarbeitung his­to­ri­scher Denkmäler kann anders und bes­ser aus­se­hen.
Ein mög­li­ches Vorbild für die sinn­volle Umwidmung und Umbenennung eines öffent­li­chen Denkmals ist das Antikolonialdenkmal in Bremen. Das Denkmal in Form eines aus Backstein gebau­ten Elefants wurde 1932 als „Reichskolonialehrendenkmal“ ein­ge­weiht und 1990 zum „Antikolonialdenkmal“ umge­wid­met. 2009 wurde zusätz­lich zu dem all­ge­mein gehal­te­nen Antikolonialdenkmal ein Erinnerungsort an die Opfer des Völkermords der deut­schen Kolonialtruppen an den Herero und Nama im heu­ti­gen Namibia geschaf­fen. Dazu wur­den Steine aus der Omahe-Wüste in Namibia, wohin viele Herero ver­trie­ben und gejagt wur­den und ver­durs­te­ten, in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Antikolonialdenkmal auf­ge­stellt. Aus einem ehe­ma­li­gen natio­nal-kolo­nia­lis­ti­schem Denkmal ist somit ein Erinnerungsort und Denkmal an his­to­ri­sche Gräueltaten des deut­schen Staates gewor­den.
Eine ähn­li­che Umwidmung oder Umformung des Denkmals hätte auch zu Freiburg gepasst und es ange­sichts der ohne­hin statt­fin­den­den Erneuerung des Platzes gab es eine gute Möglichkeit dazu. Kritische Auseinandersetzung ist sinn­vol­ler als blo­ßes Retuschieren, inso­fern ist nicht unbe­dingt etwas gegen die Wiederaufstellung des Denkmals zu sagen, zumal dem Stadtrat ange­sichts des bei­nahe ein­stim­mi­gen Beschlusses zur „Historisierung“ des Denkmals mit­hilfe der Informationsplakette keine natio­na­lis­ti­sche Intention zu unter­stel­len ist. Wohl las­sen sich aber in mei­nen Augen gegen die zu geringe, da nicht ein­präg­same Aufarbeitung des Denkmals Einwände erhe­ben. Parallel zur Umwidmung des genann­ten Anti-Kolonialdenkmals in Bremen erscheint mir in Bezug auf das „Siegesdenkmal“ eine Umbenennung in „Anti-Kriegsdenkmal“ oder „Friedensdenkmal“ gerecht­fer­tigt. Möglich wäre auch eine Erweiterung des Denkmals zur posi­ti­ven Erinnerung der freund­schaft­li­chen Beziehungen zwi­schen Deutschland und Frankreich seit dem 2. Weltkrieg. Ein sol­cher posi­ti­ver Pol gegen­über der krie­ge­ri­schen Vergangenheit wäre zum Beispiel eine Art Erinnerung an den Élysée-Vertrag von 1963 der die freund­schaft­li­chen Beziehungen zwi­schen den bei­den Nachbarstaaten besie­gelte. In Zeiten, in denen pro­mi­nente Persönlichkeiten gewähl­ter Parteien eine „180°-Wendung“ der Erinnerungskultur for­dern und die Sinnhaftigkeit der Europäischen Union grund­sätz­lich in Frage gestellt wird, könnte das Denkmal somit als eine ein­dring­li­chere Erinnerung an die schwer geschaf­fe­nen Grundlagen zum Frieden im west­li­chen Europa seit Ende des 2. Weltkriegs die­nen.

Missliche Aufklärung der jüdischen Geschichte Freiburgs

Wegweiser zum Ort der Deportation der Freiburger Juden auf dem Platz der alten Synagoge

Pünktlich zum Ende der Badesaison errich­tete die Stadt Freiburg am Platz der alten Synagoge Informationstafeln über des­sen Bedeutung frü­her und heute als Mahnmal. Die Wahl des Platzes ist etwas frag­wür­dig. Die Tafeln ste­hen nah genug an der Synagoge, so dass man sich den­ken könnte, da bestünde ein Zusammenhang, aber auch weit genug weg, um sie zu igno­rie­ren. Aber immer­hin ste­hen sie da und es wird gebe­ten, nicht im Wasser zu plan­schen oder zu spie­len, da es eine Gedenkstätte sei. Nun kann man sich fra­gen, warum es über­haupt so lange dau­erte bis diese Tafeln auf­ge­stellt wur­den. Bei einer logi­schen Planung des Denkmals hätte auf­fal­len müs­sen, dass Menschen, beson­ders im Sommer, sich gerne im Wasser abküh­len. Doch abge­se­hen von den mensch­li­chen Bedürfnissen, bei denen sich die Menschen stets am nächs­ten zu sein schei­nen, stellt sich die Frage, warum nicht von Anfang an Informationstafeln auf­ge­stellt wur­den, die über die schlim­men Ereignisse in Freiburg infor­mie­ren und erklä­ren, warum die­ses Denkmal gebaut wurde.
wei­ter­le­sen

Verstehen braucht Information – Zur misslichen Aufklärung der jüdischen Geschichte Freiburgs im Nationalsozialismus

Wegweiser zum Ort der Deportation der Freiburger Juden auf dem Platz der alten Synagoge

Pünktlich zum Ende der Badesaison errich­tete die Stadt Freiburg am Platz der alten Synagoge Informationstafeln über des­sen Bedeutung frü­her und heute als Mahnmal. Die Wahl des Platzes ist etwas frag­wür­dig. Die Tafeln ste­hen nah genug an der Synagoge, so dass man sich den­ken könnte, da bestünde ein Zusammenhang, aber auch weit genug weg, um sie zu igno­rie­ren. Aber immer­hin ste­hen sie da und es wird gebe­ten, nicht im Wasser zu plan­schen oder zu spie­len, da es eine Gedenkstätte sei. Nun kann man sich fra­gen, warum es über­haupt so lange dau­erte bis diese Tafeln auf­ge­stellt wur­den. Bei einer logi­schen Planung des Denkmals hätte auf­fal­len müs­sen, dass Menschen, beson­ders im Sommer, sich gerne im Wasser abküh­len. Doch abge­se­hen von den mensch­li­chen Bedürfnissen, bei denen sich die Menschen stets am nächs­ten zu sein schei­nen, stellt sich die Frage, warum nicht von Anfang an Informationstafeln auf­ge­stellt wur­den, die über die schlim­men Ereignisse in Freiburg infor­mie­ren und erklä­ren, warum die­ses Denkmal gebaut wurde.

Wenn man den Bau in der Retrospektive betrach­tet, könnte man der Stadt Freiburg Böses unter­stel­len und zwar, dass es ihr nicht um einen Erinnerungsort ging, son­dern nur darum einen schö­nen gemüt­lich Platz mit Wasser zu schaf­fen. Warum sonst war es wich­ti­ger einen Teil der ori­gi­na­len Steine der Synagoge weg­zu­schaf­fen, um das „per­fekte“ Bauwerk nicht zu ver­schan­deln? Wäre es nicht ein­drück­li­cher gewe­sen, die Überreste mit ein­zu­bauen? Stehen wir nicht beein­druck­ter und emo­tio­na­ler vor einem ori­gi­na­len Bauwerk aus dem bei­spiels­weise 15. Jahrhundert, als vor einem kom­plett nach­ge­bau­ten Bauwerk? Viele Kinder haben nackt im Wasser des Denkmals gespielt, geplanscht, Hunde haben mit ihnen da drin­nen getollt. Eltern stan­den im Bikini und Badehose dane­ben oder auch mit drin­nen und haben es genos­sen, sich in der Sonne abküh­len zu las­sen. Manche haben es sogar so weit gebracht, sich in der Synagoge mit Wasserpistolen abzu­schie­ßen, quasi wie im Freibad, wobei dies durch den star­ken Chlorgeruch nur bestärkt wurde.

Warum? Kinder kön­nen und sol­len über­all spie­len, sie ver­ste­hen nicht, was ein Friedhof ist und wahr­schein­lich noch weni­ger was eine Gedenkstätte ist. Man kann ihnen kei­nen Vorwurf machen. Doch die Eltern ver­ste­hen sehr wohl was das ist. Niemand hätte wohl was dage­gen, wenn Kinder ihre Füße in die Synagoge hal­ten oder am Beckenrand etwas mit dem Wasser spie­len, aber man kann den Kindern sagen, dass es ein Ort der Besinnung ist und es nicht der rich­tige Ort ist, eine Strandstimmung zu erzeu­gen. Freiburg bie­tet viele Badegelegenheiten, warum muss es dann die Synagoge sein? Warum sucht man sich bei so vie­len mög­li­chen Badestätten aus­ge­rech­net das Denkmal der Synagoge aus? Ist es Ignoranz? Die mensch­li­che Unachtsamkeit, der die Menschen dazu bewegt alles zu machen, Hauptsache ihnen geht es in die­sem Moment gut? Fehlende Aufklärung? Wenn man ehr­lich ist, ist es wohl von allem etwas. Doch zumin­dest gegen die feh­lende Aufklärung kann und muss etwas getan wer­den und sie beein­flusst viel­leicht zumin­dest ein wenig die ande­ren Aspekte.

Doch lei­der kam die Aufklärung zu spät und auch beim Straßenschild nach „Gurs“, einer klei­nen Stadt in Frankreich im Département Pyrénées-Atlantiques, steht kei­ner­lei Information, warum die­ses Schild da steht. Mit die­sem Artikel soll zumin­dest ein klei­ner Beitrag zur Aufklärung geleis­tet wer­den und der Wunsch nach einer wei­te­ren Beschilderung direkt unter dem Verkehrsschild geäu­ßert wer­den.

Am Dienstag, den 22. Oktober 1940 wur­den fast alle Juden Badens, der Pfalz, und des Saarlandes durch den badi­schen Gauleiter Robert Wagner und Josef Bürckel, den Gauleiter von Saarpfalz, aus ihrer Heimat geris­sen. Die „Nichtarier“ wur­den in das unbe­setzte Frankreich gebracht. Der 22. Oktober 1940 ent­sprach im jüdi­schen Kalender dem 20. Tishri (תשרי) des Jahres 5701, dem letz­ten Tag des Laubhüttenfestes. Dieses Fest erin­nert an den Aufenthalt in der Wüste, wäh­rend die Israeliten den Weg aus Ägypten nach Kanaan gehen muss­ten. Der letzte Tag des Sukott (סוכות) (=Laubhütten)- Festes ist eigent­lich ein freu­di­ger Tag, da mit ihm der Lese-Neubeginn eines Thora-Abschnittes beginnt. In die­sem Jahr wurde den Juden die Freude aber genom­men.

Der Auftrag für die Deportation wurde bereits am 15. Oktober 1940 beschlos­sen und wurde im Geheimen vor­be­rei­tet. Am Morgen des 22. Oktobers war es dann soweit und Polizeibeamte teil­ten 1993 Juden mit, dass sie fest­ge­nom­men seien, um abge­scho­ben zu wer­den und zwei Stunden haben, um sich dar­auf vor­zu­be­rei­ten. Für die betrof­fe­nen Juden kam dies also ziem­lich über­ra­schend und ohne jeg­li­che Vorwarnung. Lilli Reckendorf gibt durch einen Bericht Auskunft über den Eindruck des Geschehens im Stühlinger:

„Der Saal füllte sich von Stunde zu Stunde. Es kamen Lörracher, Sulzburger, Eichstetter, Breisacher etc. … Die sehr bunt zusam­men­ge­wür­felte Gesellschaft benahm sich sehr still, fast vor­nehm. Man muß sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass Bauern, Viehhändler, Kaufleute, Bankiers, Gelehrte, Beamte, Gesunde, Kranke, Blindem Taube, Irrsinnige und Verblödete waren. Alle waren sie auf einen Schlag hei­mat­los, ohne mehr Geld als 100 M, ohne mehr Gut als was sie zu tra­gen oder über­haupt in der Überstürzung ein­zu­pa­cken ver­moch­ten. Und das war bei man­chen sehr wenig. Es waren mehr Alte als Junge, mehr Frauen als Männer“.1

Die Juden soll­ten nach Frankreich gebracht wer­den. Die fran­zö­si­sche Regierung ver­suchte ver­ge­bens die deut­schen Staatsbürger nach Deutschland zurück­zu­füh­ren. So wur­den sie ins Internierungslager Gurs gebracht, wo unge­fähr ein Drittel von ihnen ver­starb. Ein Arzt (Ludwig Mann) beschreibt die Situation im Lager sehr anschau­lich: „Die Baracken waren kalt, feucht zugig und schmut­zig, die Strohsäcke lagen auf den schie­fen Bretterböden, schlecht gefüllt mit muf­fi­gen Stroh. Es gab Wanzen und Läuse, Ratten und Flöhe; aber kein Essgeschirr und kein Trinkgefäß. Alles Gepäck, die 20 kg, die pro Person erlaubt waren, war von dem Gepäckcamions auf die Lagerstraße gewor­fen wor­den und lag in wüs­tem Durcheinander in Dreck und Regen. Nur kleine Dinge hatte jeder bei sich, viel­leicht einen Becher, ein Messer, mit denen sich meh­rere behel­fen muss­ten. Wir waren voll­kom­men benom­men vom Schock der plötz­li­chen Deportation aus der Heimat, trotz der Erbarmungslosigkeit des Hitlertums eben doch die Heimat war, in der wir auf­ge­wach­sen waren und viele Generationen vor uns ihr Leben ver­bracht hat­ten. Viele begrif­fen immer noch nicht, was mit ihnen gesche­hen war. Man saß auf den Strohsäcken herum, raus konnte man nicht. Es reg­nete und reg­nete. Der Boden war ver­schlammt, man rutschte aus und sank ein. Die Gräben waren ver­stopft und das Wasser lief über (…)“.2

Schlimmer noch als die Beschreibung die­ses trost­lo­sen Ortes ist das Wissen, wie die Menschen dort leb­ten oder viel­mehr zu über­le­ben ver­su­chen muss­ten. „Die Nahrung, mit Morgengetränk (Kaffee), Mittags- und Abendssuppe in den Ilots [Inselchen, Einteilung des Lagers in Blöcke, Anm. d. Verf.] gekocht und durch 250g Brot auf durch­schnitt­lich 1000 Kalorien gebracht, war ganz unzu­rei­chend. Hunger, die völ­lig unge­nü­gende Hygiene – mehr­fa­che Ruhrepidimien, Läuse und ande­res Ungeziefer.“.3 Diese man­gelnde Hygiene und ärzt­li­che Versorgung sorgte für eine enorm hohe Sterblichkeitsrate. Im Winter 1940/41 betrug sie bis zu 500 Tote.

Else Liefmann, Kinderärztin und Pädagogin aus Freiburg schrieb, nach­dem sie nach Gurs depor­tiert wurde: „Wir haben täg­lich 10–15 Tote, meist alte Leute, aber auch ab und zu jün­gere und Kinder. Das ist dann beson­de­res trau­rig. Aber der Dreck hier ist unbe­schreib­lich, dass, obgleich in mei­ner Infirmerie (Krankenstation) die Schwestern her­vor­ra­gend arbei­ten, dage­gen kaum anzu­ge­hen ist. Außerdem feh­len uns ja so gut wie alle Hilfsmittel und die Wirkung ist mini­mal. Der Vertreter des Roten Kreuzes wird hof­fent­lich berich­ten (…).“.4

Das ist nur ein klei­ner Einblick in die grau­same Geschichte der Oktoberdeportationen und die­ser wird den meis­ten Lesern schon genü­gen.

Selbstverständlich wird in Freiburg die­sem Tag gedacht, wie durch den Mantel auf der Wiwilíbrücke (blauen Brücke) oder auch durch die Synagoge. Doch sol­che Zeichen brau­chen Erklärungen und Aufklärung. Jetzt ste­hen end­lich Schilder mit Informationen bei der Synagoge und man kann nur hof­fen, dass die Menschen im Winter nicht auf die Idee kom­men, dar­aus eine Schlittschuhbahn zu machen oder im nächs­ten Sommer sich wie­der mit Pistolen spie­le­risch abzu­schie­ßen, weil das so viel Spaß macht. Auch wäre es mehr als erstre­bens­wert eine Information an das Verkehrsschild nach Gurs zu hän­gen, damit man an jeder mög­li­chen Stelle daran erin­nert wird, was pas­siert ist. Das Schild alleine klärt nicht auf. Wissen, Aufklärung und Bildung sind unab­ding­bar, um den Menschen zu zei­gen, was pas­siert ist und was sich auf kei­nen Fall wie­der­ho­len darf. Gerade in einer so auf­ge­heiz­ten Stimmung muss man mit Bildung gegen rechte Stimmen ankämp­fen, Vorurteile besei­ti­gen und Vertrauen schaf­fen. Wenn die Menschen wirk­lich ver­ste­hen, was damals pas­siert ist, kann es nicht noch ein­mal gesche­hen, doch dafür muss Aufklärung betrie­ben wer­den.

Literatur:
1Vgl. Bräunche, Otto/Steck, Volker. Geschichte und Erinnerungskultur. 22. Oktober 1940 – Die Deportation der badi­schen und saar­pfäl­zi­schen Juden in das Lager Gurs, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe, Karlsruhe 2010, S. 19.
2Vgl. Gerlach, Stefanie/Weber, Frank, „… es geschah am hel­lich­ten Tag!“. Die Deportation der badi­schen, pfäl­zer und saar­län­di­schen Juden in das Lager Gurs/Pyrenäen, Stuttgart 2000, S. 16.
3 Vgl. Krehbiel-Darmstädter, Maria, Briefe aus Gurs und Limonest 1940–1943, hrsg. von Walter Schmitthenner Heidelberg 1970, S. 21.
4Vgl. Gerlach, Stefanie/Weber, Frank, „… es geschah am hel­lich­ten Tag!“. Die Deportation der badi­schen, pfäl­zer und saar­län­di­schen Juden in das Lager Gurs/Pyrenäen, Stuttgart 2000, S. 17.

Halbzeit beim Projekt der Freiburger „Stadtpolizei“

Das Auto der Stadtpolizei, © Ramon Oswald

Hinter dem sper­ri­gen Namen Vollzugsdienst der Polizeibehörde ver­birgt sich Freiburgs kom­mu­nale Polizei. Nachdem vor 5 Jahren die Einführung des Kommunalen Ordnungsdienstes als städ­ti­sche Polizei noch geschei­tert war, wurde im ver­gan­ge­nen Jahr ein neuer Anlauf genom­men. Der Auslöser war, dass die Kriminalität in Freiburg über dem Landesdurchschnitt lag. In einer Vereinbarung mit dem Land wurde die Landespolizei per­so­nell in Freiburg auf­ge­stockt und die Stadt führte eine kom­mu­nale Polizei ein. Die Idee der kom­mu­na­len Polizei ist, dass diese sich haupt­säch­lich um Ordnungswidrigkeiten küm­mert und vor allem prä­ven­tiv tätig wird. Straftäter wer­den immer der Landespolizei über­ge­ben, mit der man eng zusam­men­ar­bei­tet. Kommunale Polizisten kön­nen an Brennpunkten ver­stärkt zum Einsatz kom­men, wäh­rend die Landespolizei ent­las­tet wird und mehr Kapazitäten für z.B. die Ermittlung bei Strafverfahren bekommt. Die kom­mu­nale Polizei hat die­sel­ben Befugnisse wie die Landespolizei, sie trägt daher auch eine blaue Uniform. Sie hat jedoch weder Schlagstöcke noch Schusswaffen, kann daher nicht in allen Fällen ein­grei­fen. Zum eige­nen Schutz tra­gen die Polizisten eine Schutzweste und Pfefferspray.
Freiburgs „Stadtpolizei“ ist erst ein­mal als Projekt auf zwei Jahre ange­legt. Zur Halbzeit des Projekts hat das Stühlinger Magazin mit Polizisten in der Innenstadt gespro­chen und sich mit dem Leiter der Stadtpolizei, Herrn Oswald, getrof­fen, um eine Zwischenbilanz zu zie­hen.
Derzeit hat die Stadtpolizei 12 Polizisten, die in der Regel zu zweit in zwei Schichten Streife lau­fen. Aktuell gibt es für sie nur ein Auto, wobei ein zwei­tes bereits bewil­ligt ist. Mit nur 12 Leuten kann die Stadtpolizei nur in bestimm­ten Zeiten aktiv sein. Derzeit ist das Montags von 11–19 Uhr, Di–Do von 9:15–21:15 Uhr, Fr von 9:15–0:30 Uhr und von Sa 15 Uhr – So 6 Uhr mor­gens. Die Hälfte der Polizisten hat vor­her beim Gemeindevollzugsdienst gear­bei­tet. Sie ken­nen die Stadt daher gut und konn­ten so ihre neuen Kollegen gut ein­wei­sen
Die Stadtpolizei hat nicht nur einen ande­ren Aufgabenbereich als die Landespolizei, son­dern auch ein ande­res Konzept. Es geht in ers­ter Linie darum, durch Präsenz Missstände anzu­spre­chen, auf­zu­klä­ren und so ohne Konfrontation Probleme wie Müll, Wildpinkeln, Lärm dau­er­haft in den Griff zu bekom­men. Dies kommt in der Bevölkerung und auch bei den Touristen bis­her gut an. Gerade bei Touristen sieht man, dass sich die Stadtpolizei auch die Zeit nimmt, einen Weg zu zei­gen, die Öffnungszeit eines Museums zu recher­chie­ren oder das System der VAG-Fahrkarten zu erklä­ren.
Das sanfte Konzept, lie­ber noch ein­mal erklä­rend zu ver­war­nen, scheint auf­zu­ge­hen. So ging die spon­tane Feier am Café Extrablatt mit meh­re­ren hun­dert Abiturienten so aus, wie es in einer Großstadt sein sollte: Auch wenn nichts ange­mel­det war, konnte gefei­ert wer­den, weil man groß­zü­gig war. Die Abiturienten haben die Feier bei­zei­ten been­det und die von der Stadtpolizei orga­ni­sier­ten Müllsäcke danach gut gefüllt. Die Alternative eines Platzverweises hätte hin­ge­gen nur für Ärger gesorgt, denn die Abiturienten wären frus­triert, die Polizisten müss­ten sich mit der Verwaltung von Anzeigen beschäf­ti­gen statt drau­ßen prä­sent zu sein und die Stadtreinigung hätte eine Sonderschicht ein­le­gen müs­sen, was Zeit und Geld gekos­tet hätte.

Ramon Oswald, Leiter der Stadtpolizei, © Ramon Oswald

Wer auf münd­li­che Verwarnungen nicht reagiert, muss mit Verwarn- oder Bußgeld rech­nen. Zum Beispiel kos­tet Wildpinkeln mit allen Verwaltungsgebühren 128,50 €. Je nach Jahreszeit gibt es bestimmte Probleme, die ange­gan­gen wer­den. Im Sommer ist das vor allem die Außenbewirtschaftung in der Innenstadt und wil­des Grillen am Seepark und an der Dreisam. Die Stadtpolizei hat für die meis­ten Ordnungswidrigkeiten Handzettel parat, die erklä­ren und infor­mie­ren. Beim Grillen fehlt die­ser lei­der noch, obwohl viele nicht wis­sen, wo es Grillplätze gibt und bei wel­chen Plätzen man sich vor­her anmel­den muss oder reser­vie­ren kann und wer dazu der Ansprechpartner ist.
In der Stadt gibt es momen­tan diese Brennpunkte: Colombipark (Drogen), Stadtpark (Lärm), Seepark (Grillen), Stühlinger Kirchplatz (Drogen und Pinkeln). Um diese Brennpunkte kon­se­quen­ter abzu­lau­fen und den­noch stadt­weit prä­sent zu sein, fehlt Personal. Wenn die Stadtpolizei auf Dauer wirk­sam sein soll, wird man nicht umhin kom­men, statt 12 Personen 18 oder bes­ser 24 zu haben. Dann kann man zeit­lich fle­xi­bler in drei Schichten patrouil­lie­ren, auch bei Veranstaltungen unter der Woche nachts prä­sent sein, sowie Krankheit und Urlaubszeiten abfe­dern.
Die Rückmeldungen aus dem Stühlinger sind posi­tiv. Wie in ande­ren Stadtteilen, wün­schen sich die meis­ten Bürger noch mehr Präsenz. Die Anwohner des Kirchplatzes wün­schen sich zudem eine lang­fris­tige Lösung gegen das Wildpinkeln. In der Diskussion mit Herrn Oswald kam dem Stühlinger Magazin die Idee, dass eine mach­bare Lösung der Bau einer Pinkelmauer wäre. Das Vorbild ist die soge­nannte „Befreiungshalle“ im Augustiner-Biergarten in München. So eine Mauer passt neben die Glascontainer beim Boule-Platz, sie braucht kein Personal und Betrunkene kön­nen kaum etwas zer­stö­ren. So hätte man rund um die Uhr eine Möglichkeit aus­zu­tre­ten und die Stadt mini­male Kosten. Die Stühlinger SPD wird die Idee wei­ter ver­fol­gen.
Alles in allem kann man als Halbzeitbilanz über die Stadtpolizei sagen, dass sie sinn­voll ist, weil die Bürger sie anneh­men. Sie braucht mehr Personal, wenn sie prä­sen­ter sein soll, und sie sollte zum Selbstschutz auch Teleskop-Schlagstöcke tra­gen dür­fen. Eine Stadtpolizei kann sich orts­kun­dig der aktu­el­len Probleme bes­ser anneh­men als die Landespolizei und das Konzept, lie­ber ein Auge zuzu­drü­cken und zu erklä­ren, hat sich bewährt.
Insofern wird sich die Stühlinger SPD für eine Fortführung der Stadtpolizei ein­set­zen. Sie sollte dann auch wirk­lich „Stadtpolizei“ hei­ßen, denn „Vollzugsdienst der Polizeibehörde“ klingt so nichts­sa­gend wie „Lichtsignalanlage“ statt Ampel.
Viele Meldungen erhält die Stadtpolizei über das Amt für öffent­li­che Ordnung oder die Landespolizei . Jeder Bürger kann sich aber auch direkt an die Stadtpolizei wen­den:
Tel: 0761−201−4923, Email: Vollzugsdienst@stadt.freiburg.de

Halbzeit beim Projekt der Freiburger „Stadtpolizei“

Das Auto der Stadtpolizei, © Ramon Oswald

Hinter dem sper­ri­gen Namen Vollzugsdienst der Polizeibehörde ver­birgt sich Freiburgs kom­mu­nale Polizei. Nachdem vor 5 Jahren die Einführung des Kommunalen Ordnungsdienstes als städ­ti­sche Polizei noch geschei­tert war, wurde im ver­gan­ge­nen Jahr ein neuer Anlauf genom­men. Der Auslöser war, dass die Kriminalität in Freiburg über dem Landesdurchschnitt lag. In einer Vereinbarung mit dem Land wurde die Landespolizei per­so­nell in Freiburg auf­ge­stockt und die Stadt führte eine kom­mu­nale Polizei ein. Die Idee der kom­mu­na­len Polizei ist, dass diese sich haupt­säch­lich um Ordnungswidrigkeiten küm­mert und vor allem prä­ven­tiv tätig wird. Straftäter wer­den immer der Landespolizei über­ge­ben, mit der man eng zusam­men­ar­bei­tet. Kommunale Polizisten kön­nen an Brennpunkten ver­stärkt zum Einsatz kom­men, wäh­rend die Landespolizei ent­las­tet wird und mehr Kapazitäten für z.B. die Ermittlung bei Strafverfahren bekommt. Die kom­mu­nale Polizei hat die­sel­ben Befugnisse wie die Landespolizei, sie trägt daher auch eine blaue Uniform. Sie hat jedoch weder Schlagstöcke noch Schusswaffen, kann daher nicht in allen Fällen ein­grei­fen. Zum eige­nen Schutz tra­gen die Polizisten eine Schutzweste und Pfefferspray.
Freiburgs „Stadtpolizei“ ist erst ein­mal als Projekt auf zwei Jahre ange­legt. Zur Halbzeit des Projekts hat das Stühlinger Magazin mit Polizisten in der Innenstadt gespro­chen und sich mit dem Leiter der Stadtpolizei, Ramon Oswald, getrof­fen, um eine Zwischenbilanz zu zie­hen.
wei­ter­le­sen

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Unser Anliegen ist, dass der Gemeinderat und die Stadtverwaltung sehen, was in der Stadt der­zeit pas­siert, wo es in kur­zer Zeit viele Hausverkäufe gibt, wo Eigentumswohnungen ent­ste­hen, wo es Luxussanierungen gibt und wo Wohnungen leer ste­hen. Dazu brau­chen wir Ihre Mithilfe!:
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