Spätschicht – Freiräume im Stühlinger schaffen

Ziem­lich genau drei Mona­te ist es nun her, dass im Stüh­lin­ger der neue Spät­ver­kauf “Bis Spä­ti” im ehe­ma­li­gen Joseph-Stüb­le auf­ge­macht hat. Seit­her erhitzt das The­ma die Gemü­ter in der Stadt und vor allem hier im Stadt­teil.

Ste­ve Wolff-Vor­beck vom Stüh­lin­ger Maga­zin beglei­tet eine Nacht­schicht im ¨Bis Spä­ti¨

Anwohner*innen, die nachts ihre wohl­ver­dien­te Ruhe haben wol­len auf der einen, und meist jun­ge Nachtschwärmer*innen, die nach nächt­li­chen Frei­räu­men suchen, die es in Frei­burg lei­der viel zu wenig gibt, auf der ande­ren Sei­te. Die­ser besag­te Frei­raum wur­de in den letz­ten Wochen und Mona­ten am knapp hun­dert Meter ent­fern­ten Leder­le-Platz gefun­den. In hei­ßen Som­mer­näch­ten hiel­ten sich dort teils an die 100 Men­schen auf — die Situa­ti­on der Anwohner*innen wur­de uner­träg­lich, die Stadt schal­te­te sich ein. Seit­her wird der Platz am Wochen­en­de teils mehr­fach vom Ord­nungs­amt geräumt.

Eine sol­che Situa­ti­on ver­langt nach Kom­pro­mis­sen und Kon­zep­ten und für mich ist klar: es braucht hier Lösun­gen. Lösun­gen, die einer­seits die Situa­ti­on der Anwohner*innen und Gastronom*innen am Leder­le-Platz ver­bes­sert, ande­rer­seits aber neue attrak­ti­ve Frei­räu­me im Stüh­lin­ger schafft, um gera­de jun­gen Men­schen ein Nacht­le­ben zu ermög­li­chen.

In der letz­ten Zeit sind dies bezüg­lich eini­ge Lösung­vor­schlä­ge auf­ge­taucht. Ein paar davon bin ich als Beglei­ter in einer Nacht­schicht des “Bis Spä­ti” auf den Grund gegan­gen. An die­ser Stel­le möch­te ich beto­nen, dass die fol­gen­den Erzäh­lun­gen als Erfah­rung nicht frei von Sub­jek­ti­vi­tät sind.

22:00 Uhr: Die Schicht beginnt. Es soll eine lan­ge Nacht wer­den, denn Laden­schluss ist um vier. Drau­ßen war­tet bereits Ste­fan, Teil des Kol­lek­tivs, das den Laden demo­kra­tisch führt, auf mich. Er hält einen Besen in der Hand und fegt den Bereich rund um den Ein­gang. Die ers­te Hand­lung nach 22:00 Uhr, denn dadurch kommt man auch mit den Men­schen vor dem Laden ins Gespräch. Die Hin­wei­se nach 22 Uhr die umlie­gen­den Parks auf­zu­su­chen, die wir den Men­schen geben, fruch­ten. Der Bereich an der Ecke Eschholzstraße/ Egon­stra­ße leert sich.

Drin­nen erklärt mir Ste­fan den übli­chen abend­li­chen Ablauf. Immer wie­der wer­den wir unter­bro­chen, da doch eini­ge bekann­te Gesich­ter auf den Cou­ches sit­zen. Ein klei­nes “Hal­lo” hier, ein kur­zes Gespräch, das Ent­täu­schung über die Beschlüs­se des Kli­ma­ka­bi­netts aus­drückt, da. Fra­ge ich nach der Situa­ti­on der Frei­räu­me, so mischen sich Skep­sis und Wohl­wol­len. “Der Eschholz­park wäre eine gute Alter­na­ti­ve. Kaum Anwoh­ner und so weit ist das ja echt nicht, aber halt kei­ne Toi­let­ten”, sagt mir ein Gast. “Genau das könn­te man ändern, viel­leicht auch gleich mit einer Außen­be­wir­tung”, erwi­de­re ich. Der Vor­schlag kommt gut an, klingt aber auch nach hohen büro­kra­ti­schen Hür­den.

23:00 Uhr: Ab elf Uhr sit­ze ich an der Kas­se. Der Andrang ist jetzt am größ­ten und ich brau­che ein wenig um etwas Rou­ti­ne beim Abkas­sie­ren zu bekom­men. Wäh­rend­des­sen erfah­re ich, dass der Leder­le­platz bereits geräumt wur­de. Drei Grup­pen hiel­ten sich da wohl auf. Pro­ble­me gab es heu­te wohl kei­ne. Als sich der Andrang etwas gelegt hat, ist wie­der etwas Zeit für Gesprä­che. Doch vor­her müs­sen die Kühl­schrän­ke auf­ge­füllt wer­den. Plötz­lich ertönt Spa­ghet­ti Car­bo­na­ra von Spliff aus den Boxen. Von hin­ten hört man einen Gast rufen: “Sau coo­les Lied, das haben wir auf Klas­sen­fahrt immer gehört.” All­ge­mein ist die Stim­mung sehr ange­nehm. Alt und Jung kom­men an die­sem Abend zusam­men, eini­ge sit­zen bereits seit über einer Stun­de auf den Sofas und spie­len Kar­ten. Immer wie­der fol­gen Gesprä­che auch mit ver­trau­ten Gesich­tern.
Mehr Außen­be­stuh­lung wün­schen sich eigent­lich alle, mit denen ich rede. Drau­ßen sit­zen bis zu einer spä­ten Uhr­zeit in den Knei­pen des Stadt­teils in lau­en Som­mer­näch­ten. Da gibt es viel zu wenig Mög­lich­kei­ten, ist der ein­stim­mi­ge Tenor. “Man könn­te doch 1–2 Park­plät­ze nut­zen, wo Quar­tier und Egon bewir­ten dür­fen. Kann die Stadt da nichts machen?”, kommt als Vor­schlag auf.

Der Leder­le-Platz gegen halb eins ist ver­hält­nis­mä­ßig ruhig

Unser Stadt­teil ist geprägt von sei­nem urba­nen Leben und da gehört Außen­be­wir­tung ein­fach dazu. Und die gibt es, fin­de ich, zu wenig. Wenn ich nach einem lan­gen Arbeits­tag noch ein gepfleg­tes Pils trin­ken möch­te, ist drau­ßen meist kein Platz mehr. Die Hür­den der Ver­wal­tungs­ge­rich­te sind dabei aller­dings immer wie­der äußerst hoch und deutsch­land­weit wer­den Fuß­weg-que­ren­de Außen­be­wir­tun­gen in der Regel nur in Fuß­gän­ger­zo­nen geneh­migt.

00:30 Uhr: Gegen halb eins bege­be ich mich kurz zum Leder­le-Platz, um mir ein Bild zu machen. Es ist ruhig. Zwei Grup­pen sit­zen wie­der auf dem Platz und unter­hal­ten sich lei­se. Es ist kein Ver­gleich zu eini­gen Näch­ten die­sen Som­mer, in denen der Platz über­füllt war. Die Form des Plat­zes, wie ein Audi­to­ri­um, trug ihren Teil dazu bei und ein paar Nachtschwärmer*innen hat­ten sich auch wirk­lich dane­ben benom­men. Da hat­te ich wirk­lich gro­ßes Ver­ständ­nis für die Anwohner*innen. Respekt­vol­ler Umgang ist hier das A und O und nur so kön­nen wir Kom­pro­mis­se und Lösun­gen fin­den. Ein Lösungs­an­satz ist es hier in die Parks zu gehen, wobei vor allem am Kirch­platz auch auf die dor­ti­gen Anwohner*innen Rück­sicht genom­men wer­den muss. Da sehe ich per­sön­lich die Vor­tei­le auf der Sei­te des Eschholz­par­kes, an dem es kaum Anwoh­ner gibt. Aller­dings ist eine Auf­wer­tung des Stüh­lin­ger Kirch­plat­zes aus ande­ren Grün­den unheim­lich wich­tig. Da liegt auch eine Chan­ce, den Andrang am Leder­le-Platz zu nut­zen, um den Kirch­platz mit urba­nem Leben zu fül­len. Dabei muss aber wie oben bereits erwähnt auch die Situa­ti­on der Anwoh­ner am Kirch­platz berück­sich­tigt wer­den.

02:00 Uhr: Die Nacht im Spä­ti ver­läuft heu­te rela­tiv ruhig. “Der Andrang nor­ma­li­siert sich in den letz­ten Wochen. Die Situa­ti­on rund um den Laden ent­spannt sich zuneh­mend. Aber klar, das liegt auch am Ende des Som­mers,” sagt Ste­fan. “Wie wollt ihr die nächs­ten Mona­te gestal­ten und vor allem die Zeit im Win­ter?” fra­ge ich. „Der Spä­ti soll­te ja von Anfang an ein Ort des sozia­len Mit­ein­an­ders sein. Wir freu­en uns jetzt dar­auf, mehr Zeit und Kapa­zi­tät für ver­schie­dens­te Pro­jek­te zu haben. Im Oktober/November star­tet dann zum Bei­spiel end­lich unser wöchent­li­cher Mit­tags­tisch auf Spen­den­ba­sis, jeden Mitt­woch. Außer­dem soll es ein wöchent­li­ches Näh­ca­fé geben, wo man zum Bei­spiel sei­ne Hose fli­cken oder einen Tabak­beu­tel nähen kann, und es gibt noch vie­le wei­te­re Ide­en.“

04:00 Uhr: Um vier Uhr ist end­lich Schluss. Die letz­ten Gäs­te haben den Laden ver­las­sen. Die ande­ren bei­den sind sich einig, das war eine der ent­spann­te­ren Nacht­schich­ten. Ich dage­gen muss ganz schön durch­pus­ten. Jetzt noch Kühl­schrän­ke auf­fül­len, Kis­ten aus dem Kel­ler holen, wischen. Das Klo zu put­zen nimmt man mir glück­li­cher­wei­se ab. Um vier­tel vor fünf stei­ge ich auf mein Fahr­rad und fah­re nach Hau­se — trotz ent­spann­ter Schicht hun­de­mü­de.

Ste­ve Wolff-Vor­beck (Stüh­lin­ger Maga­zin) und Ste­fan vom ¨Bis Spä­ti¨ Kol­lek­tiv

Damit sei die­ser klei­ne Selbst­ver­such been­det. Die mit­ge­nom­me­nen Ein­drü­cke sind super, der “Bis Spä­ti” hat mir heu­te sei­nen sozia­len Cha­rak­ter als Begnungs­ort und Frei­raum deut­lich gemacht. Das ist etwas, was unser Stadt­teil braucht. Und ich bin auch über­zeugt, dass wir mit Kom­pro­miss­be­reit­schaft Lösun­gen fin­den kön­nen. Die drei nahe­lie­gends­ten Mög­lich­kei­ten sind mei­ner Mei­nung die oben beschrie­be­nen, d.h. die Umge­stal­tung des Kirch­plat­zes, die Urba­ni­sie­rung des Eschholz­par­kes sowie eine Aus­wei­tung der Außen­be­stuh­lung im Stadt­teil.

Die Stadt muss jetzt han­deln und Frei­räu­me im Stüh­lin­ger schaf­fen, denn der nächs­te Som­mer kommt bestimmt. Und wir wis­sen ja, die hei­ßen Som­mer­näch­te wer­den in Zukunft län­ger und häu­fi­ger wer­den.

Spätschicht – Freiräume im Stühlinger schaffen

Ste­ve Wolff-Vor­beck vom Stüh­lin­ger Maga­zin beglei­tet eine Nacht­schicht im ¨Bis Spä­ti¨

Ziem­lich genau drei Mona­te ist es nun her, dass im Stüh­lin­ger der neue Spät­ver­kauf “Bis Spä­ti” im ehe­ma­li­gen Joseph-Stüb­le auf­ge­macht hat. Seit­her erhitzt das The­ma die Gemü­ter in der Stadt und vor allem hier im Stadt­teil.
Anwohner*innen, die nachts ihre wohl­ver­dien­te Ruhe haben wol­len auf der einen, und meist jun­ge Nachtschwärmer*innen, die nach nächt­li­chen Frei­räu­men suchen, die es in Frei­burg lei­der viel zu wenig gibt, auf der ande­ren Sei­te. Die­ser besag­te Frei­raum wur­de in den letz­ten Wochen und Mona­ten am knapp hun­dert Meter ent­fern­ten Leder­le-Platz gefun­den. In hei­ßen Som­mer­näch­ten hiel­ten sich dort teils an die 100 Men­schen auf — die Situa­ti­on der Anwohner*innen wur­de uner­träg­lich, die Stadt schal­te­te sich ein. Seit­her wird der Platz am Wochen­en­de teils mehr­fach vom Ord­nungs­amt geräumt.
Eine sol­che Situa­ti­on ver­langt nach Kom­pro­mis­sen und Kon­zep­ten und für mich ist klar: es braucht hier Lösun­gen. Lösun­gen, die einer­seits die Situa­ti­on der Anwohner*innen und Gastronom*innen am Leder­le-Platz ver­bes­sert, ande­rer­seits aber neue attrak­ti­ve Frei­räu­me im Stüh­lin­ger schafft, um gera­de jun­gen Men­schen ein Nacht­le­ben zu ermög­li­chen.
In der letz­ten Zeit sind dies bezüg­lich eini­ge Lösung­vor­schlä­ge auf­ge­taucht.
wei­ter­le­sen

Stühlinger Magazin 3–2019 ist erschienen

Das neue Stüh­lin­ger Maga­zin 3–2019 ist erschie­nen! Die kom­men­den Tage wird es an alle Haus­hal­te im Stüh­lin­ger ver­teilt.
The­men die­ser Aus­ga­be sind unter ande­rem:

  • Titel­ge­schich­te: Metz­ger­grün — ein Stüh­lin­ger Quar­tier ver­än­dert sich
  • Spä­ti und Leder­le­platz — Bericht aus Sicht der Betrei­ber und aus Sicht der Nach­barn

Ca. 1 Monat nach der Print­aus­ga­be ist die Aus­ga­be hier online ver­füg­bar.

Eschholzpark nutzen für das Sommer-Straßenleben der Stadt

Kon­struk­ti­ver Vor­schlag für ein ver­träg­li­ches Mit­ein­an­der

nördlicher Eschholzpark
nörd­li­cher Eschholz­park

Die Kon­tro­ver­se um den „Spät­ver­kauf“ an der Eschholzstra­ße im Stüh­lin­ger hat ein­mal mehr gezeigt, dass es an Frei­räu­men für jün­ge­re Menschen in der Stadt fehlt. Frei­burg lebt von sei­ner Uni­ver­si­tät und braucht daher auch ein attrak­ti­ves, urba­nes Leben. Die Stu­den­tIn­nen und Ange­stell­ten der Univer­si­tät machen Frei­burg erst zu dem, was es als Stadt ist – klein und gemüt­lich einer­seits, aber auch kul­tu­rell aktiv und leben­dig. Dass sich im Som­mer das Leben auch auf der Stra­ße abspielt, ist dabei eine Selbst­ver­ständ­lich­keit.

In einer Stadt gilt es stets aufs Neue, die ver­schie­de­nen Inter­es­sen unter einen Hut zu brin­gen. Unser Ansatz ist daher, nichts anzu­pran­gern, son­dern nach Lösun­gen zu suchen, die mög­lichst vie­len gerecht wer­den.

Fakt ist, dass in den letz­ten Jah­ren eini­ge Klubs und Gast­stät­ten mit Außen­be­rei­chen schlie­ßen muss­ten. Die Grün­de dafür waren im Ein­zel­fall unter­schied­lich, der Effekt ist aber dersel­be, dass es in Sum­me nicht mehr genü­gend Frei­räu­me für urba­nes Leben gibt. Natür­lich ist dies kein Grund, nicht mehr auf­ein­an­der Rück­sicht zu neh­men. In Wohn­ge­bie­ten muss es nachts so ruhig sein, dass man aus­ge­ruht zur Arbeit gehen kann. Es gibt auch kei­nen Grund an Haus­ein­gän­ge zu uri­nie­ren oder sei­nen Müll auf der Stra­ße zu hin­ter­las­sen. Inso­fern soll­ten wir uns alle immer den ers­ten Paragra­phen der Stra­ßen­ver­kehrs-Ordnung vor Augen hal­ten und es auf das Stadt­le­ben über­tra­gen:

(1) Die Teil­nah­me am Stadt­le­ben erfor­dert stän­di­ge Vor­sicht und gegen­sei­ti­ge Rück­sicht.
(2) Wer am Stadt­le­ben teil­nimmt hat sich so zu ver­hal­ten, dass kein Ande­rer geschä­digt, gefähr­det oder mehr, als nach den Umstän­den unver­meid­bar, behin­dert oder beläs­tigt wird.

Wie kann man nun das Stra­ßen­le­ben im Som­mer mit dem Ruhe­be­dürf­nis und der Sau­ber­keit in Ein­klang brin­gen? Wir schla­gen dazu vor, den Eschholz­park zu „urba­ni­sie­ren“. Die­ser Park ist so gele­gen, dass er (noch) kei­ne direk­ten Anwoh­nerInnen hat. Er ist groß genug, vie­le Men­schen auf­zu­neh­men und ist gut erreich­bar. Was fehlt, ist eine Infra­struk­tur. Die Stadt könn­te für die Som­mer­mo­na­te einen oder meh­re­re Stände/Hüt­ten aus­schrei­ben, in denen bis abends Alko­hol ver­kauft wer­den darf. Man könn­te einen Sani­tär­con­tai­ner auf­stel­len, der sich, falls not­wen­dig, vom Tech­ni­schen Rat­haus aus mit Strom und Was­ser ver­sor­gen lie­ße. Wir haben daher ganz kon­kret den nörd­li­chen Bereich, angren­zend an die Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le des Tech­ni­schen Rat­hauses im Auge.
U
nse­re Idee hät­te folgen­de Vor­tei­le:

  • man kann so im Som­mer drau­ßen sit­zen, ohne Anwoh­nerInnen durch Lärm von Gesprä­chen zu beläs­ti­gen.
  • wo getrun­ken wird, muss auch aus­ge­tre­ten wer­den. Sani­tär­con­tai­ner haben sich auf Fes­ti­vals bewährt, wären daher eine prak­ti­ka­ble Lösung.
  • durch die Hal­te­stel­le ist der Bereich gut erreich­bar, so dass man sicher nach Hau­se kommt, wenn man zu viel getrun­ken hat.
  • der Platz bekommt urba­nes Leben. Läuft man derzeit über den Platz, denkt man nicht, dass man eigent­lich mit­ten in einer Groß­stadt ist.
  • Durch die Aus­schrei­bung eines tem­po­rä­ren Ver­kaufs im Som­mer kön­nen sich ver­schie­de­ne Ver­ei­ne oder Fir­men mit unter­schied­li­chen Kon­zep­ten dar­auf bewer­ben und müs­sen dazu auch ein Kon­zept ent­wi­ckeln, mit dem alles im Rah­men bleibt.
  • durch die Nähe zum Tech­ni­schen Rat­haus soll­ten sich die not­wen­di­gen Medi­en­an­schlüs­se kos­ten­güns­tig bis auf den Platz ver­le­gen las­sen.

Wir sehen in der Idee eine mach­ba­re Lösung, die vie­len Ein­woh­nern gerecht wer­den kann und möch­ten sie mit den ver­schie­de­nen Frak­tio­nen im Gemein­de­rat dis­ku­tie­ren. Nur Kri­tik am aktu­el­len Zustand zu üben, bringt das Mit­ein­an­der nicht vor­an. Wir brau­chen kon­kre­te Ide­en und for­dern alle ande­ren poli­ti­schen Akteu­re auf, zusam­men eine Lösung zu ent­wi­ckeln. Unse­re Idee muss nicht die end­gül­ti­ge Lösung sein, wir sehen sie als Anfang eine zu ent­wi­ckeln.

Klimastreik am 20.09. — gemeinsam für eine gerechte Klimapolitik

Umwelt­ver­schmut­zung muss einen Preis bekom­men!

Die Stüh­lin­ger SPD ruft frei­burg­weit alle Bürger*innen dazu auf, am 20.09 den drit­ten glo­ba­len Kli­ma­st­reik mit ihrer Anwe­sen­heit zu unter­stüt­zen. Dabei rich­tet sich der Auf­ruf spe­zi­ell an alle Mitbürger*innen aus dem Stüh­lin­ger und vor allem an alle Arbeitgeber*innen des Stadt­teils, ihren Ange­stell­ten die Mög­lich­keit zu geben, am 20.9 ihre Soli­da­ri­tät mit der Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung und Fri­days for Future zu zei­gen.

Die Demo zum Streik beginnt um 10 Uhr, Platz der Alten Syn­ago­ge. Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf der Web­sei­te des Kli­ma­ak­ti­ons­bünd­nis­ses.

Die Stüh­lin­ger SPD spricht sich geschlos­sen für eine natio­na­le CO2-Steu­er mit Umla­ge aus und for­dert hier­mit auch die Bun­des­par­tei zur Durch­set­zung einer sol­chen Steu­er in der gro­ßen Koali­ti­on auf. Damit bekommt der CO2-Aus­stoß direkt einen Preis und umwelt­schäd­li­che Pro­duk­te wer­den so teu­rer und weni­ger attrak­tiv. Umla­ge bedeu­tet, dass die Ein­nah­men aus der Steu­er zu glei­chen Tei­len einer­seits in die For­schung an und Ent­wick­lung von umwelt­freund­li­cher Tech­no­lo­gie inves­tiert wer­den und ande­rer­seits nach einem Umver­tei­lungs­prin­zip an die Bürger*innen zurück flie­ßen wird. Es wird dadurch sicher­ge­stellt, dass die Umset­zung der Steu­er sozi­al ver­träg­lich ist und die Gesell­schaft zusam­men­bringt, anstatt sie zu spal­ten.

Abschluss unserer Leerstandsaktion

Eine der bekann­tes­ten Aktio­nen der SPD Stüh­lin­ger war die Erstel­lung einer Leer­stands­lis­te. Auf die­ser Web­sei­te ver­öf­fent­lich­ten wir Woh­nun­gen, die offen­sicht­lich schon seit län­ge­rer Zeit leer ste­hen. Dank dem Enga­ge­ment der Bür­ge­rIn­nen aus allen Stadt­tei­len Frei­burgs wur­de die Lis­te umfang­reich. Sie fand daher auch Beach­tung in der pres­se und bei der Stadt­ver­wal­tung und war ein rele­van­ter Bei­trag für das von OB Mar­tin Horn ange­reg­te Leer­stands­ka­tas­ter.

Unse­re Lis­te hat gezeigt, dass es Hand­lungs­be­darf gibt, aber auch dass der Leer­stand über­schau­bar ist, wenn man es in Rela­ti­on zu allen Woh­nun­gen setzt. Es zählt jedoch jede ein­zel­ne Woh­nung, die man ver­füg­bar machen kann.
Unse­re Akti­on war ein Impuls, Leer­stand von Seit der Stadt akti­ver anzu­ge­hen. Wir sind daher froh, dass es nun in der Stadt­ver­wal­tung das Refe­rat für bezahl­ba­res Woh­nen gibt, das sich der Sache ange­nom­men hat. Nur die Stadt kann die Woh­nungs­ei­gen­tü­mer aus­fin­dig machen und recht­li­che Schrit­te ein­lei­ten. Daher been­den wir unse­re Leer­stands­ak­ti­on, freu­en uns aber wei­ter­hin über Ihre Mei­nung und Infor­ma­tio­nen zur Woh­nungs­si­tua­ti­on im Stüh­lin­ger und in der gan­zen Stadt.
Wir bedan­ken uns ganz herz­lich bei allen Tip­ge­be­rIn­nen und Mit­wir­ken­den!

Stühlinger Magazin 2–2019 ist erschienen

Das neue Stüh­lin­ger Maga­zin 2–2019 ist erschie­nen! Die kom­men­den Tage wird es an alle Haus­hal­te im Stüh­lin­ger ver­teilt.
The­men die­ser Aus­ga­be sind unter ande­rem:

  • Titel­ge­schich­te: Bun­te Viel­falt im Gemein­de­rat:
    Wie geht es wei­ter in der Frei­bur­ger Kom­mu­nal­po­li­tik?
  • Audio­gui­de — Hör­spa­zier­gang mit 13 Sta­tio­nen
  • CO2-Beprei­sung jetzt

Ca. 1 Monat nach der Print­aus­ga­be ist die Aus­ga­be hier online ver­füg­bar.

Unsere Themen für die Kommunalwahl

Die SPD ist seit Jah­ren einer der Haupt­ak­teu­re in der Stadt. Wir haben ent­schei­den­de Din­ge für die Stadt umset­zen kön­nen und wol­len das mit Ihrer Stim­me auch wei­ter­hin tun.
Unse­re The­men sind:

Bezahlbarer Wohnraum

Gewerbe und Gastronomie

  • Erhalt des Stüh­lin­gers als urba­nes Handwerker‑, Gewer­be- und Gas­tro­no­mie­vier­tel
  • Erleich­te­rung der Außen­be­wir­tung für die Gas­tro­no­mie
  • Unter­stüt­zung des Klein­ge­wer­bes und Ein­zel­han­dels statt wei­te­rer Wett­bü­ros

Sicherheit und Sauberkeit

  • Neue Außen­be­wir­tung auf dem Stüh­lin­ger Kirch­platz für mehr urba­nes Leben statt Dro­gen­han­del
  • Ein­satz für mehr kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen auf dem Kirch­platz
  • Ganz­tä­gig benutz­ba­res WC auf dem Kirch­platz als Alter­na­ti­ve gegen das aktu­el­le Wild­pin­keln
  • Mehr öffent­li­che Müll­ei­mer im gan­zen Stadt­teil
  • Bes­se­re Beleuch­tung des Sport­plat­zes an der Kla­ra­stra­ße

Verkehr

  • Lärm­schutz für die B 31 durch Tief­la­ge und Decke­lung
  • Aus­bau der Ost-West-Rad­we­ge ent­lang der Engel­ber­ger­stra­ße, der Wan­ner­stra­ße und der Lehe­ner Stra­ße
  • Neu­er Fuß­gän­ger­über­gang in der Engel­ber­ger­stra­ße zwi­schen Ede­ka und Kirch­platz
  • Schnellst­mög­li­cher Umbau des Haupt­bahn­hofs mit mehr Auf­zü­gen und Ram­pen

Hartmut Determeyer

Nicht jammern, sondern aktiv werden!

Was treibt Dich poli­tisch an?

Jede Art von Ungleich­ge­wicht in unse­rer Gesell­schaft. Ich möch­te all den berech­tig­ten Argu­men­ten gegen mäch­ti­ge Inter­es­sen mit demo­kra­ti­schen Mit­teln Gehör ver­schaf­fen, publik machen und zur Dis­kus­si­on brin­gen. Ich wünsch­te, die­ses Mit­tel der Demo­kra­tie wür­de von Vie­len als Werk­zeug wahr­ge­nom­men und ange­wen­det. Nicht Jam­mern über die Zustän­de, son­dern aktiv wer­den!

Und was kann noch bes­ser wer­den?

Sehr Vie­les! Ich habe vie­le Ide­en, um auch Frei­burg zu einem bes­se­ren Ort zu machen – das erfor­dert aber eine sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung ver­schie­dens­ter Inter­es­sen. Ich möch­te dies auch als Auf­ruf an alle Frei­bur­ger ver­stan­den wis­sen, bes­se­re Ide­en kund­zu­tun und kon­struk­tiv zu einem bes­se­ren Gemein­we­sen bei­zu­tra­gen! Nicht vor sich hin­brud­deln, son­dern die Stadt­rä­te for­dern und fra­gen!

Was macht Dir Freu­de an Kom­mu­nal­po­li­tik?

Kom­mu­nal­po­li­tik ist sehr kon­kret. Wie in der “gro­ßen” Poli­tik müs­sen auch hier Kom­pro­mis­se mit ver­schie­dens­ten Akteu­ren gefun­den wer­den, recht­li­che und finan­zi­el­le Schran­ken beach­tet wer­den – aber der Bezug ist direk­ter.

Hart­mut Deter­mey­er
Logis­ti­ker