Corona-Konsens versus Klimadebatte — die Rolle der Wissenschaft

Gast­kom­men­tar von Dr. Man­fred Voh­rer:

Unter dem Ein­druck der exis­ten­zi­el­len Gefähr­dung durch die Coro­na Pan­de­mie schmel­zen par­tei­po­li­ti­sche Unter­schie­de zusam­men und zur Ver­hin­de­rung eines expo­nen­ti­el­len Wachs­tums der Infi­zier­ten-Zahl beginnt die Poli­tik, sehr genau auf den Rat der Wis­sen­schaft zu hören. Bei nahe­zu allen regie­rungs­amt­li­chen Ver­laut­ba­run­gen sit­zen die Viro­lo­gen an der Sei­te der poli­ti­schen Ent­schei­der, um die Rich­tig­keit und Ange­mes­sen­heit der jewei­li­gen ange­kün­dig­ten Maß­nah­me zu unter­mau­ern. Neben der Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel ist es der Prä­si­dent des Robert Koch Insti­tuts, Pro­fes­sor Dr. Lothar H. Wie­ler, der — weit­ge­hend im Kon­sens mit vie­len ande­ren qua­li­fi­zier­ten Viro­lo­gen die poli­ti­schen Ent­schei­der Tag für Tag berät. Und ganz Deutsch­land fin­det dies letzt­lich rich­tig, denn abge­se­hen von Nuan­cen, die sich in der föde­ra­len Dif­fe­ren­ziert­heit der Aus­ge­stal­tung der Maß­nah­men nie­der­schla­gen, besteht Kon­sens über die Not­wen­dig­keit, der Aus­brei­tung des gefähr­li­chen Virus mit größ­ter Ent­schie­den­heit ent­ge­gen­zu­ge­tre­ten. Dass dabei für einen noch unbe­stimm­ba­ren Zeit­raum zen­tra­le Frei­heits­rech­te mas­siv ein­ge­schränkt, Wirt­schaft und Gesell­schaft zu bis­lang unvor­stell­ba­ren Kos­ten in ein par­ti­el­les Koma gelegt wer­den, wird auf Anra­ten der Wis­sen­schaft zur Errei­chung des Über­le­bens über Par­tei­gren­zen hin­weg in Kauf genom­men – und das ist gut so. wei­ter­le­sen Coro­na-Kon­sens ver­sus Kli­ma­de­bat­te — die Rol­le der Wis­sen­schaft