Sommerseminar 2019 der SPD Stühlinger

 22./23. Juni 2019, Stu­di­en­haus Wies­neck

Thema

Das Som­mer­se­mi­nar beschäf­tigt sich am Sams­tag mit Umwelt- und Ver­kehrs­po­li­tik. Wir möch­ten zusam­men mit Euch und den Refe­ren­ten fol­gen­de Fra­gen beant­wor­ten:

  • Wie bestimmt man was gut für die Umwelt ist?
  • Was ist der öko­lo­gi­sche Fuß­ab­druck, was eine Öko­bi­lanz und wie bedeu­tet das für das eige­ne Han­deln?
  • Wel­che Aus­wir­kun­gen hat Umwelt­schutz auf die Wirt­schaft?
  • Mit wel­chen poli­ti­schen Instru­men­ten kann man Umwelt­schutz for­cie­ren?
  • Was ist eine CO2-Steu­er und was ein Emis­si­ons­zer­ti­fi­kat?
  • Was sind die Gegen­ar­gu­men­te für staat­li­che Ein­grif­fe in die Wirt­schaft für mehr Umwelt­schutz?

Zeitplan

Samstag, 22. Juni

ab 9:00 Uhr Begrü­ßung durch die Vor­sit­zen­den des SPD-Orts­ver­eins Stüh­lin­ger Urs­zu­la Piecho­ta und Uwe Stöhr

9:30 Uhr Ein­lei­tung­vor­trag: „Wie bestimmt man, was gut für die Umwelt ist?“
Refe­rent: Uwe Stöhr

10:00 Uhr Kaf­fee­pau­se

10:15 Uhr Vor­trag + Inter­ak­ti­on: “Die Pro­dukt-Öko­bi­lanz — ein viel­sei­ti­ges Umwelt­be­wer­tungs­in­stru­ment”
Refe­rent: Nils Ret­ten­mai­er, IFEU Insti­tut Hei­del­berg

12:00 Uhr Mit­tags­pau­se (Zeit fürs Mit­tag­essen, Gesprä­che, Spa­zier­gang o.Ä.)

13:30 Uhr evtl. Kon­tra­punkt

15:15 Uhr Bericht aus der Pra­xis: “Ein nach­hal­ti­ges Ver­pa­ckungs­pro­dukt aus Kunst­stoff”
Refe­rent: Udo Bod­mer, Geschäfts­füh­rer der Ver­pa­ckungs­ent­wick­lungs­fir­ma Solution.B

16:45 Uhr Kaf­fee­pau­se

17:00 Uhr Vor­trag mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on: “Umwelt­schutz ist Umwelt­po­li­tik
War­um ech­ter Umwelt­schutz nur durch klu­ge Umwelt­po­li­tik mach­bar ist.
Refe­rent: Ernst Ulrich von Weiz­sä­cker, Bun­des­ta­ges­ab­ge­ord­ne­ter a.D.

18:00 Uhr Zeit zur frei­en Ver­fü­gung (Gesprä­che und Dis­kus­sio­nen im klei­nen Kreis, klei­ne Wan­de­rung o.Ä.)

18:30 Uhr Kamin­ge­spräch mit Ernst Ulrich von Weiz­sä­cker, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter a.D. und ehe­ma­li­ger Co-Prä­si­dent des Club of Rome

Sonntag, 23. Juni

9:00 Uhr Vor­trag + Inter­ak­ti­on: “(Wie) Funk­tio­nie­ren CO2-Steu­ern und Emis­si­ons­han­del?”
Refe­ren­tin: Bian­ca Blum, Uni­ver­si­tät Frei­burg, Wirt­schafts­po­li­tik und Ord­nungs­theo­rie

10:30 Uhr Kaf­fee­pau­se

10:45 Work­shop: Das Eine Welt Forum Frei­burg macht mit den Seminarteilnehmer*innen einen Work­shop zum The­ma öko­lo­gi­scher Fuß­ab­druck

12:15 Uhr Mit­tags­pau­se

13:00 Uhr Vor­trag: ” Anwen­dung von bio-inspi­rier­ten Tech­no­lo­gi­en in Indus­trie und All­tag für nach­hal­ti­ge­ren Umgang mit Res­sour­cen”
Refe­ren­ten: Olga und Tho­mas Speck, Uni­ver­si­tät Frei­burg, Funk­tio­nel­le Mor­pho­lo­gie und Bio­nik

15:00 Uhr Ver­ab­schie­dung und Ende

Die ReferentInnen

  • Nils Ret­ten­mai­er wird dar­über refe­rie­ren wie man Öko­bi­lan­zen erstellt und wel­che Aus­sa­ge die­se für das (poli­ti­sche) Han­deln haben.
    Er ist The­men­lei­ter im Bereich Bio­mas­se und Ernäh­rung am ifeu — Insti­tut für Ener­gie- und Umwelt­for­schung Hei­del­berg GmbH, das seit über 40 Jah­ren welt­weit zu allen wich­ti­gen Umwelt- und Nach­hal­tig­keits­the­men forscht und berät. Sei­ne Arbeits­schwer­punkt sind Öko­bi­lan­zen (LCA) von Bioenergie/Biokraftstoffen, bio­ba­sier­ten Pro­duk­ten, Lebens- und Fut­ter­mit­teln sowie Bio­mas­se­po­ten­zi­al­stu­di­en. Er ist Mit­glied meh­re­rer Nor­men­aus­schüs­se für Bio­raf­fi­ne­ri­en und bio­ba­sier­te Pro­duk­te in Deutsch­land (VDI und DIN) und auf euro­päi­scher (CEN) Ebe­ne und lei­tet seit Janu­ar 2016 den DIN-Aus­schuss NA 172–00-11 AA ‘Bio­ba­sier­te Pro­duk­te’. Dar­über hin­aus berät er die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on (GD ENER) als Mit­glied einer Exper­ten­grup­pe für Öko­bi­lan­zen zur CO2-Abschei­dung und -Nut­zung.
    _
  • Udo Bod­mer wird dar­über berich­ten, wie sich die Pra­xis dar­stellt, wenn man umwelt­freund­li­che Ver­pa­ckun­gen im Markt eta­blie­ren möch­te.
    Er ist gelern­ter Stahl­for­men­bau­er und Dipl. Ing. (FH) Kunst­stoff­tech­nik. Nach 30 Jah­ren Berufs­tä­tig­keit in allen Berei­chen der Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung mach­te er sich mit der Fir­ma solution.B im Bereich der Pro­dukt­ent­wick­lung selb­stän­dig. solu­ti­on B beglei­tet Kun­den von der Pro­dukt­ent­wick­lung über die Pla­nung und Beschaf­fung der benö­tig­ten Fer­ti­gungs­an­la­gen, außer­dem wer­den auch eige­ne Pro­duk­te ent­wi­ckelt. Eines die­ser Pro­jek­te ist die Grund­la­ge des Berichts auf dem Semi­nar.
    _
  • Pro­fes­sor Dr. Ernst Ulrich von Weiz­sä­cker wird zur Umwelt­po­li­tik refe­rie­ren und mit den Semi­nar­teil­neh­me­rIn­nen dis­ku­tie­ren war­um nur gute Umwelt­po­li­tik nach­hal­tig zu Umwelt­schutz führt.
    Er zählt zu den Pio­nie­ren nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens. Schon seit den frü­hen 1990er Jah­ren ent­wi­ckelt er Ide­en für eine zukunfts­fä­hi­ge und res­sour­cen­scho­nen­de Wirt­schaft, die nicht nur auf gna­den­lo­sem Wett­be­werb, stän­di­gem Wachs­tum und kurz­fris­ti­gem Gewinn­stre­ben beruht. Seit 1991 ist von Weiz­sä­cker Mit­glied des Club of Rome, ein gemein­wohl­ori­en­tier­ter Zusam­men­schluss von Exper­ten unter­schied­lichs­ter Fach­rich­tun­gen aus mehr als 30 Län­dern, der sich für eine nach­hal­ti­ge Zukunft der Mensch­heit ein­setzt und dafür die gro­ßen Mega­trends stu­diert. Zwi­schen 2012 bis 2017 war er Co-Prä­si­dent des Club of Rome und seit 2018 ist er des­sen Ehren­prä­si­dent. Für sein Umwelt­enga­ge­ment wur­de von Weiz­sä­cker – stu­dier­ter Phy­si­ker und Pro­fes­sor der Bio­lo­gie – mehr­fach aus­ge­zeich­net.
    _
  • Bian­ca Blum wird über den Zer­ti­fi­ka­te­han­del und CO2 Steu­ern refe­rie­ren.
    Sie hat einen Mas­ter­ab­schluss in Volks­wirt­schafts­leh­re, ist wis­sen­schaft­li­che Assis­ten­tin am Lehr­stuhl für Wirt­schafts­po­li­tik und Ord­nungs­theo­rie von Prof. Neu­mär­ker an der Uni­ver­si­tät Frei­burg. Ihr Pro­mo­ti­ons­pro­jekt beschäf­tigt sich mit der För­de­rung und Durch­set­zung öko­no­mi­scher Nach­hal­tig­keit, ins­be­son­de­re mit Fra­gen zu Regu­lie­rungs­op­tio­nen und ver­hal­tens­öko­no­mi­schen und psy­cho­lo­gi­schen Aspek­ten von umwelt­re­le­van­tem Kon­sum­ver­hal­ten sowie der Akzep­tanz­for­schung poli­ti­scher Maß­nah­men. In diver­sen, inter­dis­zi­pli­nä­ren Pro­jek­ten arbei­tet Sie vor allem zum The­ma der Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Ener­gie­nut­zung.
    _
  • Dr. Olga Speck und Prof. Dr. Tho­mas Speck wer­den über die The­men Nach­hal­tig­keit und Bio­nik refe­rie­ren und einen Ein­blick in die Anwen­dung von bio-inspi­rier­ten Tech­no­lo­gi­en in Indus­trie und All­tag geben. Hier­bei steht die Fra­ge im Mit­tel­punkt wie der Ein­satz von Bio­nik zu einem nach­hal­ti­ge­ren Umgang mit Res­sour­cen füh­ren kann.
    Bei­de for­schen seit Jah­ren im Bereich der Pflan­zen­bio­me­cha­nik und Bio­nik in inter­na­tio­nal renom­mier­ten Pro­jek­ten und haben einen gro­ßen Anteil an der Ent­wick­lung von bio­ni­scher Tech­no­lo­gie der letz­ten Jah­re. Sie sind u.a. zwei der zen­tra­len Figu­ren im neu­en Excel­lenz-Clus­ter “liv­MatS” an der Uni­ver­si­tät Frei­burg”

_

  • Das Eine Welt Forum Frei­burg e.V. ist ein Netz­werk von Ver­ei­nen, Initia­ti­ven und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen der Regi­on Frei­burg, die in ver­schie­de­nen Berei­chen zur För­de­rung einer nach­hal­ti­gen und glo­bal gerech­ten Ent­wick­lung tätig sind. Referent*innen wer­den den wer­den einen Work­shop lei­ten, in dem der öko­lo­gi­sche Fuß­ab­druck behan­delt wird. Dabei wer­den die Kon­sum­mus­ter der Teilnehmer*innnen unter die Lupe genom­men und so der Zusam­men­hang von Res­sour­cen­ver­brauch und Kli­ma­ge­rech­tig­keit her­aus­ge­ar­bei­tet.

Hartmut Determeyer

Nicht jammern, sondern aktiv werden!

Was treibt Dich poli­tisch an?

Jede Art von Ungleich­ge­wicht in unse­rer Gesell­schaft. Ich möch­te all den berech­tig­ten Argu­men­ten gegen mäch­ti­ge Inter­es­sen mit demo­kra­ti­schen Mit­teln Gehör ver­schaf­fen, publik machen und zur Dis­kus­si­on brin­gen. Ich wünsch­te, die­ses Mit­tel der Demo­kra­tie wür­de von Vie­len als Werk­zeug wahr­ge­nom­men und ange­wen­det. Nicht Jam­mern über die Zustän­de, son­dern aktiv wer­den!

Und was kann noch bes­ser wer­den?

Sehr Vie­les! Ich habe vie­le Ide­en, um auch Frei­burg zu einem bes­se­ren Ort zu machen – das erfor­dert aber eine sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung ver­schie­dens­ter Inter­es­sen. Ich möch­te dies auch als Auf­ruf an alle Frei­bur­ger ver­stan­den wis­sen, bes­se­re Ide­en kund­zu­tun und kon­struk­tiv zu einem bes­se­ren Gemein­we­sen bei­zu­tra­gen! Nicht vor sich hin­brud­deln, son­dern die Stadt­rä­te for­dern und fra­gen!

Was macht Dir Freu­de an Kom­mu­nal­po­li­tik?

Kom­mu­nal­po­li­tik ist sehr kon­kret. Wie in der “gro­ßen” Poli­tik müs­sen auch hier Kom­pro­mis­se mit ver­schie­dens­ten Akteu­ren gefun­den wer­den, recht­li­che und finan­zi­el­le Schran­ken beach­tet wer­den – aber der Bezug ist direk­ter.

Hart­mut Deter­mey­er
Logis­ti­ker

Verena Gruninger

Alle müssen einen Platz in Freiburg haben

Was macht für Dich den Stüh­lin­ger aus?

Der Stüh­lin­ger ist ein fas­zi­nie­ren­der Stadt­teil. Ich schät­ze es sehr, dass so vie­le Men­schen aus ver­schie­de­nen Natio­nen hier leben. Das ist geleb­ter Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus. Gleich­zei­tig hat der Stüh­lin­ger trotz dem urba­nen Flair eine hei­me­li­ge Atmo­sphä­re. Man fühlt sich manch­mal wie in einem Dorf, weil man so vie­len Bekann­ten begeg­net.

Wel­che The­men sind Dir beson­ders wich­tig?

Beson­ders am Her­zen liegt mir die sozia­le Gerech­tig­keit. Unab­hän­gig von Geschlecht, Alter, Her­kunft oder Bil­dungs­stand: jeder Mensch hat das Recht an unse­rer Gesell­schaft teil­zu­ha­ben. Gera­de die Men­schen, die es eh schon schwer im Leben hat­ten, brau­chen beson­de­re Unter­stüt­zung. Zur sozia­len Gerech­tig­keit gehört auch bezahl­ba­res Woh­nen. Immer mehr Men­schen wer­den aus der Stadt ver­drängt, weil sie sich ihr Zuhau­se nicht mehr leis­ten kön­nen. Ich set­ze mich dafür ein, dass alle Ein­woh­ner und Zuge­zo­ge­ne einen Platz in Frei­burg haben.

Wenn Du nicht gera­de aktiv Wahl­kampf betreibst, womit beschäf­tigst Du dich dann?

Ich bin glück­li­che Mut­ter von drei Kin­dern und Oma von zwei Enkel­kin­dern. Mit denen ver­su­che ich so viel Zeit wie mög­lich zu ver­brin­gen. Beruf­lich arbei­te ich seit 30 Jah­ren als Leh­re­rin an einer Schu­le für Erzie­hungs­hil­fe. Ehren­amt­lich war ich vie­le Jah­re lang in der Kir­chen­ge­mein­de und im Bür­ger­rat. Heu­te bin ich stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de im Stüh­lin­ger Quar­tiers­rat.

Vere­na Gru­nin­ger
Reli­gi­ons­päd­ago­gin

Gerald Lackenberger

Menschen dazu motivieren, sich aktiv einzumischen

Wel­che The­men lie­gen dir am Her­zen?

Drei The­men sind mir beson­ders wich­tig: Zum einen set­ze ich mich für genera­tio­nen­ge­rech­te Quar­tie­re in Frei­burg ein. Zum ande­ren müs­sen wir Struk­tu­ren schaf­fen, damit Älte­re mög­lichst lan­ge in der eige­nen Woh­nung blei­ben kön­nen. Schließ­lich mache ich mich für kos­ten­freie Kita-Plät­ze stark.

Wie stellst Du Dir das Frei­burg der Zukunft vor?

Ich den­ke an eine leben­di­ge und bun­te Stadt, in der alle gut leben kön­nen und glück­lich sind.

Wie willst Du die Men­schen für Kom­mu­nal­po­li­tik begeis­tern?

In der Kom­mu­nal­po­li­tik wer­den Ent­schei­dun­gen getrof­fen, die die Men­schen direkt betref­fen. Ich möch­te die Frei­bur­ge­rin­nen und Frei­bur­ger dazu moti­vie­ren, sich aktiv ein­zu­mi­schen und wer­de dazu Mög­lich­kei­ten schaf­fen.

Gerald Lacken­ber­ger
Quar­tiers­ar­bei­ter

Ulrike Stein

Ich setze mich für eine starke SPD-Liste ein

Wofür möch­test Du Dich im Gemein­de­rat ein­set­zen?

Für gute Bedin­gun­gen in einem lebens­wer­ten sozia­len Frei­burg! Frei­burg ist eine lie­bens­wer­te und lebens­wer­te Stadt mit einem bun­ten Stadt­bild. Dies zu erhal­ten, dafür möch­te ich mich ger­ne ein­set­zen. Daher unter­stüt­ze ich eine star­ke SPD-Lis­te, mit zwei jun­gen und erfah­re­nen  Kan­di­die­ren­den an ihrer Spit­ze. Es gibt vie­le Punk­te, für die es sich lohnt, sich ein­zu­set­zen, z.B. bezahl­ba­ren Wohn­raum, Frei­räu­me für Jugend­li­che, mehr Bar­rie­re­frei­heit, siche­re Räu­me für Grup­pen der Diver­si­ty- und Queer-Com­mu­ni­ty und vie­les mehr.

Wenn Du nicht gera­de aktiv Wahl­kampf betreibst, womit beschäf­tigst Du dich dann?

Ich bin ehren­amt­lich für die Gewerk­schaft ver.di in der Tarif- und Ver­hand­lungs­kom­mis­si­on der Uni­kli­ni­ka Baden-Würt­tem­berg unter­wegs. Zur­zeit bin­det dies viel mei­ner Frei­zeit, da wir vie­le “Tarif­bau­stel­len” haben. Unter ande­rem haben wir letz­tes Jahr einen Ent­las­tungs­ta­rif­ver­trag für die Pfle­ge­kräf­te erkämpft. Die­sen wer­de ich wei­ter beglei­ten.

Hast Du einen Lieb­lings­ort in Frei­burg?

Puuh…, schwe­re Fra­ge. Es gibt so vie­le Lieb­lings­or­te für mich in Frei­burg. Ich lie­be es Sams­tag mor­gens, mög­lichst früh, mit Blick über den Stüh­lin­ger Kirch­platz, eine Espres­so zu trin­ken.

Ulri­ke Stein
Medi­zi­nisch-tech­ni­sche Assis­ten­tin und Per­so­nal­rä­tin Uni­kli­nik
Face­book

Urszula Piechota

Wir müssen selbst anpacken

Was macht den Stüh­lin­ger für Dich aus?

Die Viel­falt der Men­schen und der Charme der klei­nen selbst­ge­führ­ten Geschäf­te.

Was treibt Dich poli­tisch an?

Es reicht nicht aus, sich nur über die Din­ge zu beschwe­ren. Wir müs­sen selbst anpa­cken und uns für eine gerech­te Gesell­schaft ein­set­zen. Unse­re Demo­kra­tie ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, es braucht Men­schen, die sich für sie ein­set­zen. Des­halb bin ich poli­tisch aktiv.

Wenn es eine Sache gäbe, die Du sofort ver­än­dern könn­test, wel­che wäre es?

Wenn ich etwas mit einem Schlag ver­än­dern könn­te, dann wür­de ich die Mie­ten für klei­ne Gewer­be und Ein­zel­händ­ler sofort sen­ken. Als Inha­be­rin eines Kos­me­tik­stu­di­os im Stüh­lin­ger ken­ne ich die Schwie­rig­kei­ten, die vie­le Eigen­tü­mer haben. Ich set­ze mich dafür ein, dass die­se Betrie­be stär­ker von der Stadt geför­dert wer­den.

Urs­zu­la Piecho­ta
Kos­me­ti­ke­rin
Face­book

Viviane Sigg

Ich möchte Menschen für Politik begeistern

War­um kan­di­dierst Du für den Gemein­de­rat?

Weil mir mei­ne Hei­mat­stadt und ins­be­son­de­re auch mein Kiez, der Stüh­lin­ger, am Her­zen liegt und ich mich ger­ne für die Men­schen vor Ort ein­set­zen möch­te.

Was bringst Du dafür mit?

Ich war im Grun­de mein gan­zes Leben lang in ver­schie­de­nen Ehren­äm­tern (vor allem im musi­schen Bereich) tätig. Beson­ders am Herz lagen mir da immer Men­schen, die auf irgend­wel­che Art und Wei­se Benach­tei­li­gung erfah­ren. Sozia­le Gerech­tig­keit ist ein Grund­wert, der mich schon immer umge­trie­ben hat und für den ich mich nun ger­ne auch stadt­weit ein­set­zen wür­de. Eben­so gelingt es mir seit Jah­ren mei­ne Schü­ler für Poli­tik zu begeis­tern. Ich erle­be jeden Tag bei mei­ner Arbeit als Leh­re­rin, wie enga­giert sich Jugend­li­che ein­brin­gen, wenn sie erle­ben, dass sie etwas bewe­gen kön­nen. Ich möch­te auch in Frei­burg Men­schen für Poli­tik begeis­tern und mit­ein­be­zie­hen. Außer­dem brin­ge ich viel Lei­den­schaft für Poli­tik und Authen­ti­zi­tät mit.

Wor­auf freust Du Dich im Wahl­kampf beson­ders?

Ich bin brin­ge mich seit Jah­ren in Wahl­kämp­fe ein. Beson­ders toll fin­de ich net­te Gesprä­che und span­nen­de Begeg­nun­gen mit Men­schen jeden Alters an Info­stän­den oder an den Haus­tü­ren. Dafür muss man nicht immer einer Mei­nung sein, im Gegen­teil: ich ler­ne ger­ne dazu und freue mich über Dis­kus­sio­nen. Gespannt bin ich auch auf die Reso­nanz auf die Pla­ka­te und wie vie­le Bärt­chen und lus­ti­ge Bril­len ich auf mei­nem Pla­kat wie­der­fin­de….

Vivia­ne Sigg
Real­schul­leh­re­rin
Face­book

Julia Söhne

Als SPD-Fraktion haben wir in den letzten fünf Jahren sehr viel bewegt

War­um kan­di­dierst Du erneut für die Gemein­de­rats­wahl?

Mir haben die letz­ten fünf Jah­re im Gemein­de­rat super viel Spaß gemacht. Als SPD-Frak­ti­on haben wir sehr viel bewe­gen kön­nen und da wür­de ich ger­ne wei­ter­ma­chen: Bezahl­ba­rer Wohn­raum, die Ver­hin­de­rung der Kita-Gebüh­ren-Erhö­hung, die Sen­kung der Schwimm­bad­prei­se für Fami­li­en, das Sozi­al­ti­cket und vie­les mehr.

Was möch­test Du kon­kret ver­än­dern?

Das The­ma bezahl­ba­rer Wohn­raum durch mehr sozia­le Erhal­tungs­sat­zun­gen und die Ein­hal­tung der 50% Quo­te – auch beim neu­en Stadt­teil Die­ten­bach – wei­ter vor­an­trei­ben. Uto­pi­sche Ide­en ernst neh­men und unter­stüt­zen (gera­de im Bereich Woh­nungs­bau). Im engen Kon­takt mit den jun­gen Men­schen Frei­burgs ste­hen, ihnen eine Stim­me geben und Jugend­be­tei­li­gung wei­ter inner­halb der Ver­wal­tung in die Köp­fe krie­gen. Den Aus­bau von Kita-Plät­zen wei­ter unter­stüt­zen und star­ke Quar­tie­re mit finan­zi­ell gut aus­ge­stat­te­ten Jugend­zen­tren in den Fokus neh­men.

Wo trifft man Dich im Stüh­lin­ger an?

Mit Freun­den beim Früh­stü­cken auf dem Stüh­lin­ger Markt oder abends bei einem Bier im Café Ein­stein oder im Herr­mann.

Julia Söh­ne
Stu­den­tin
Ehren­äm­ter: Hand­ball­Spiel­Ge­mein­schaft Frei­burg e.V. (Vor­stand); Jugend­bil­dungs­werk Frei­burg e.V. (Vor­stand), JVA-Bei­rat, SPD Kreis­vor­stand Frei­burg, SC Frei­burg (Mit­glied).
Face­book, Insta­gram

Eric Schmidt

Wie ich ohne Parteibuch zur Politik kam

In den letz­ten Jah­ren, habe ich mich nicht son­der­lich für kom­mu­na­le Poli­tik inter­es­siert, oft war es für mich ein ärger­li­ches The­ma, da in Frei­burg gefühlt mit den seit den Jahr 2002 herr­schen­den poli­ti­schen Mehr­heits­ver­hält­nis­sen Still­stand herrsch­te. Kein The­ma trieb so sehr die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger um, wie das The­ma Woh­nungs­not und den damit ver­bun­de­nen sozia­len Aus­wir­kun­gen.

Beruf­lich bekom­me ich als Unter­neh­mer die Sozia­le Frei­bur­ger Situa­ti­on sehr deut­lich mit, inso­weit, wie sich für Frei­burg die wirt­schaft­li­che Schief­la­ge für vie­le Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner ent­wi­ckelt hat. Waren es vor 10 Jah­ren nur weni­ge Bür­ger an den sozia­len Brenn­punk­ten, die sich ein Woh­nen in Frei­burg nicht mehr leis­ten konn­ten, hat sich die­se Lage dra­ma­tisch in den letz­ten Jah­ren ver­schärft, so dass selbst die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Mit­tel­schicht sich das Leben in der Stadt Frei­burg immer weni­ger leis­ten kön­nen — als Fol­ge wan­dern gera­de die Fami­li­en aus Frei­burg ins Umland ab.

In Frei­burg ist eine sozia­le Spal­tung deut­lich spür­bar, in den letz­ten Jah­ren hat­te ich nicht den Ein­druck, dass sei­tens der damals amtie­ren­den Rat­haus­spit­ze sich an den Ver­hält­nis­sen etwas ändern soll­te.

Seit vie­len Jah­ren enga­gie­re ich mich beim Ver­ein Domi­ni­ca Hil­fe e.V. auf der Kari­bik­in­sel Domi­ni­ca. Wir unter­stütz­ten dort staat­li­che Insti­tu­ti­on wie Kran­ken­häu­ser, Schu­len und wei­te­re Pro­jek­te. Dabei hat­te ich immer wie­der mit Lokal­po­li­ti­kern vor Ort zu tun. Eini­ge frag­ten mich, war­um ich nicht in mei­ner Hei­mat poli­tisch aktiv bin. Domi­ni­ca wur­de im Sep­tem­ber 2017 vom Hur­ri­kan Maria zu 95 % zer­stört. Vie­le Bür­ger der Insel ver­lo­ren Ihr Leben noch vie­le wei­te­re ihre Lebens­grund­la­gen. Im Febru­ar 2018 waren wir mit etli­chen Mit­glie­dern vor Ort um die Lan­des­weit gespen­de­ten Hilfs­gü­ter zu ver­tei­len.

  • Mobi­les Wohn­zim­mer von Mar­tin Horn

Anfang März kam ich aus der Kari­bik zurück nach Frei­burg, einen Tag spä­ter hat mich eine Freun­din ein­ge­la­den, einen Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten mal in Augen­schein zu neh­men. Sie drück­te mir einen Fly­er in die Hand auf dem “ein Bier mit Horn” drauf stand. Anfangs war ich noch etwas skep­tisch und sprach nach der Ver­an­stal­tung eini­ge Zeit mit dem Mar­tin Horn und mit eini­gen Stadt­rä­ten. Sehr schnell sah ich die Chan­ce mit ihm für Frei­burg etwas fun­da­men­tal zu ver­än­dern und habe mich für sei­nen Wahl­kampf enga­giert. Gemein­sam haben wir das Kon­zept des “mobi­len Wohn­zim­mers” ent­wi­ckelt und sind damit durch ganz Frei­burg gefah­ren. Wir haben viel zuge­hört und gemerkt, was den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für Frei­burg wich­tig ist.

Mit dem Sieg von Mar­tin Horn ist es mög­lich die Punk­te umzu­set­zen, die wir im Wahl­kampf mit­be­kom­men haben. Dies möch­te ich im Gemein­de­rat tun und tre­te daher für die Kom­mu­nal­wahl an. Ich bin nicht Mit­glied der SPD und habe daher einen offe­nen Blick auf die Her­aus­for­de­run­gen der Stadt. Ich habe die SPD über die Jah­re als die Par­tei wahr­ge­nom­men, die kon­se­quent an den The­men dran bleibt und tre­te daher für die SPD an.

Eric Schmidt
Ver­si­che­rungs­kauf­mann (BWV)