Ist das Boot wirklich voll? — 4 Argumente für den Stadtteil Dietenbach

Der neue Stadt­teil Die­ten­bach wer­de ein Stadt­teil der Rei­chen, das Finan­zie­rungs­kon­zept sei fehl­kal­ku­liert. Das und vie­les ande­re sind Argu­men­te der Geg­ner. Aber sind die­se Aus­sa­gen rich­tig oder sind bestimm­te Ängs­te doch unbe­rech­tigt? Anhand von vier zen­tra­len Gegen­ar­gu­men­ten wol­len wir uns die­ser Fra­ge wid­men.

1. „Das wird ein Stadtteil für die Reichen aus dem Norden!“

Bau­ge­län­de des geplan­ten Stadt­teils

Ein oft gehör­tes Argu­ment der Geg­ne­rIn­nen der Bebau­ung ist der mög­li­che Zuzug vie­ler wohl­ha­ben­der Men­schen von außer­halb Frei­burgs. „Für rei­che Ham­bur­ger und Schwei­zer ist der neue Stadt­teil gut,“ heißt es dabei auf vie­len Ver­an­stal­tun­gen und Podi­ums­dis­kus­sio­nen. Die Sor­ge ist sicher­lich berech­tigt, haben wir es doch zuletzt häu­fi­ger erlebt, wie sol­che Neu­bau­ge­bie­te ent­stan­den sind, bei­spiels­wei­se am Güter­bahn­hof. Aller­dings wird das in die­sem Fall nicht pas­sie­ren. Die­ten­bach wird ein gemisch­ter Stadt­teil wer­den. Die Frei­bur­ger Stadt­bau wird in hohem Maße bau­en, Genos­sen­schaf­ten, Bau­ge­mein­schaf­ten und das Stu­die­ren­den­werk wer­den inves­tie­ren und dadurch bezahl­ba­ren Wohn­raum ent­ste­hen las­sen. Hier­durch wird ein aus Miet-, Eigen­tums – und Sozi­al­woh­nun­gen bestehen­der Stadt­teil mit neu­en Schu­len, Kitas und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten gebaut. Es wird kei­nen zwei­ten Güter­bahn­hof geben! Nein! Es wird ein zwei­tes Rie­sel­feld ent­ste­hen!

wei­ter­le­sen

Ist das Boot wirklich voll? — 4 Argumente für den Stadtteil Dietenbach

Der neue Stadt­teil Die­ten­bach wer­de ein Stadt­teil der Rei­chen, das Finan­zie­rungs­kon­zept sei fehl­kal­ku­liert. Das und vie­les ande­re sind Argu­men­te der Geg­ner. Aber sind die­se Aus­sa­gen rich­tig oder sind bestimm­te Ängs­te doch unbe­rech­tigt? Anhand von vier zen­tra­len Gegen­ar­gu­men­ten wol­len wir uns die­ser Fra­ge wid­men.

Das wird ein Stadtteil für die Reichen aus dem Norden!“

Ein oft gehör­tes Argu­ment der Geg­ne­rIn­nen der Bebau­ung ist der mög­li­che Zuzug vie­ler wohl­ha­ben­der Men­schen von außer­halb Frei­burgs. „Für rei­che Ham­bur­ger und Schwei­zer ist der neue Stadt­teil gut,“ heißt es dabei auf vie­len Ver­an­stal­tun­gen und Podi­ums­dis­kus­sio­nen. Die Sor­ge ist sicher­lich berech­tigt, haben wir es doch zuletzt häu­fi­ger erlebt, wie sol­che Neu­bau­ge­bie­te ent­stan­den sind, bei­spiels­wei­se am Güter­bahn­hof. Aller­dings wird das in die­sem Fall nicht pas­sie­ren. Die­ten­bach wird ein gemisch­ter Stadt­teil wer­den. Die Frei­bur­ger Stadt­bau wird in hohem Maße bau­en, Genos­sen­schaf­ten, Bau­ge­mein­schaf­ten und das Stu­die­ren­den­werk wer­den inves­tie­ren und dadurch bezahl­ba­ren Wohn­raum ent­ste­hen las­sen. Hier­durch wird ein aus Miet-, Eigen­tums – und Sozi­al­woh­nun­gen bestehen­der Stadt­teil mit neu­en Schu­len, Kitas und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten gebaut. Es wird kei­nen zwei­ten Güter­bahn­hof geben! Nein! Es wird ein zwei­tes Rie­sel­feld ent­ste­hen!
Zudem muss erwähnt wer­den, dass die gut ent­wi­ckel­te Stra­ßen­bahn­in­fra­struk­tur des Rie­sel­fel­des dem neu­en Stadt­teil enorm zu Gute kommt. Dadurch kann der neue Wohn­raum leich­ter an das Stra­ßen­bahn­netz ange­schlos­sen wer­den. Ein sol­cher Aus­bau der Net­ze ist bereits beschlos­sen, die VAG wird hier in hohem Maße inves­tie­ren. Der Anschluss wird in kür­ze­rer Zeit als anders­wo ent­ste­hen.

Freiburg braucht diesen Platz nicht! Freiburg den Freiburgern! Das Boot ist voll!“

Natür­lich ist es rich­tig, dass der neue Stadt­teil auch neue Frei­bur­ge­rI­in­nen zu uns brin­gen wird. Aber sol­len jetzt kei­ne neu­en Kran­ken­pfle­ge­rIn­nen in die Stadt kom­men? Soll die Uni ihre Aus­schrei­bun­gen ein­stel­len? Nein, natür­lich nicht! Doch das ist hier eigent­lich auch nicht der ent­schei­den­de Punkt. Die­ser sind viel mehr die 10.000 Men­schen, die in Frei­burg bereits eine Woh­nung suchen. Das wird auch durch die star­ke Gebur­ten­ra­te bedingt: 2017 waren es 5540 Gebur­ten, ein neu­er Rekord. Es ist auch die zuletzt äußerst stark gestie­ge­ne Zahl der Woh­nungs­lo­sen in Frei­burg, die den Bau eines neu­en Stadt­teils not­wen­dig macht. Die­sen Mit­bür­ge­rIn­nen wird Die­ten­bach enorm hel­fen.

Die Natur wird zerstört, ein Naherholungsgebiet dem Erdboden gleich gemacht! Unser Mais wächst dann bald in Brasilien.“

Der Ver­lust an Natur wird durch Aus­gleichs­flä­chen zunächst ein­mal so gering wie mög­lich gehal­ten. Zudem wird der neue Stadt­teil öko­lo­gisch und kli­ma­neu­tral wer­den. Dies wird durch die Nut­zung rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en erreicht und es wird mehr Strom erzeugt als ver­braucht. Ener­gie­ef­fi­zi­en­te Bau­wei­sen, Solar­ener­gie und Umwelt­wär­me, wie Abwas­ser­wär­me, wer­den dazu bei­tra­gen, den Über­schuss zu erzie­len. Zudem ver­sucht die Stadt, den Ver­lust der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen aus­zu­glei­chen. Von den ins­ge­samt benö­tig­ten 70 Hekt­ar sind bereits 39 Hekt­ar bereit­ge­stellt. Wei­te­re 4,4 Hekt­ar wer­den hin­zu­kom­men und die Suche nach zusätz­li­chen Ersatz­flä­chen wird wei­ter­ge­hen. Das Natur­schutz­ge­biet Rie­sel­feld bleibt natür­lich erhal­ten und es wird kei­ne Auto­ver­bin­dung zwi­schen dem Rie­sel­feld und Die­ten­bach gebaut, so dass Auto­ver­kehr zwi­schen den Stadt­tei­len ver­mie­den wird. Zudem bleibt ein Puf­fer zum Mun­den­hof erhal­ten, der nicht bebaut wird.

Am Ende wird das alles eh teurer als geplant und die Stadt verschuldet sich bis über beide Ohren!“

Fach­gut­ach­te­rIn­nen haben berech­net, dass der neue Stadt­teil Die­ten­bach 600 Mil­lio­nen Euro kos­ten wird. Die­sen Kos­ten ste­hen Ein­nah­men aus Grund­stücks­er­lö­sen und För­der­mit­teln von 590 Mil­lio­nen Euro gegen­über. Natür­lich ist es hier berech­tigt, an die­sen Zah­len zu zwei­feln. So ist es doch in den letz­ten Jah­ren bei gro­ßen Bau­pro­jek­ten nor­mal gewor­den, am Ende deut­lich teu­rer zu wer­den als zuvor gedacht. Doch nie­mand weiß das mit Sicher­heit und des­we­gen soll­te das auch kein Grund sein, dass Men­schen in Frei­burg das Recht auf bezahl­ba­ren Wohn­raum ver­wehrt wird. Erin­nern wir uns hier noch­mal an die Stadt­tei­le Rie­sel­feld und Vauban. Da gab es ähn­li­che Beden­ken bezüg­lich der Finan­zie­rung. Am Ende sind die­se bei­den Pro­jek­te wun­der­bar ver­lau­fen. Ein sol­ches Risi­ko besteht bei allen Bau­pro­jek­ten die­ser Art, genau­so wie beim Bau­pro­jekt Die­ten­bach auch. Frei­burg braucht bezahl­ba­ren Wohn­raum und des­halb ist die Schaf­fung des neu­en Stadt­teils Die­ten­bach der rich­ti­ge Weg.

Baugebiet Stühlinger West

Das Stüh­lin­ger Maga­zin hat­te in sei­ner Som­mer­aus­ga­be 2018 das neue Wohn­ge­biet Stüh­lin­ger West als Titel­the­ma. Seit­dem ist Eini­ges pas­siert, das wir hier doku­men­tie­ren wol­len.

Nach der Auf­takt­ver­an­stal­tung zur Bür­ger­be­tei­li­gung im Juli wur­de für den Bereich Klei­neschholz die Ver­kehrs­si­tua­ti­on ana­ly­siert. Als Ergeb­nis wird bevor­zugt, dass es kei­ne durch­gän­gi­ge Sund­gau­al­lee mehr gibt, da sie das Bau­ge­biet dia­go­nal schnei­det und so die freie Gestal­tung behin­dert. Zudem rech­net man in Zukunft mit weni­ger Durch­gangs­ver­kehr. Daher soll die Sund­gau­al­lee par­al­lel zum Bahn­damm lau­fen und dann in die Lehe­ner Stra­ße mün­den.

Am 22. Sep­tem­ber 2018 wur­den in der zwei­ten Bür­ger­be­tei­li­gungs­run­de die 5 Sie­ger­ent­wür­fe vor­ge­stellt:

  • Ent­wurf 05 Schräg­sicht

Alle Details zu den Sie­ger­ent­wür­fen sind hier zu fin­den.

Ins­ge­samt wur­den 15 Ent­wür­fe ein­ge­reicht. Schaut man sie durch, fällt auf, dass nur die Ent­wür­fe aus­ge­wählt wur­den, bei denen es bereits kei­ne durch­ge­hen­de Sund­gau­al­lee mehr gibt, obwohl dies kei­ne Vor­ga­be war.
Das Stüh­lin­ger Maga­zin bewer­tet in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be die 5 Sie­ger­ent­wür­fe.

Die Teil­neh­mer der Bür­ger­be­tei­li­gung konn­ten mit den Archi­tek­ten der Sie­ger­ent­wür­fe dis­ku­tie­ren und ihr Lob oder ihre Kri­tik ein­brin­gen. Das Ergeb­nis sind die “Bei­trä­ge aus der Bür­ger­schaft” in der Doku­men­ta­ti­on der Ver­an­stal­tung, die hier zu fin­den ist.

Am 7. Febru­ar 2019 wir der, von einer Jury aus­ge­wähl­te, bes­te der 5 Sie­ger­ent­wür­fe vor­ge­stellt. Bis die Jury ent­schei­det, haben die Archi­tek­tur­bü­ros Zeit, ihre Ent­wür­fe zu ver­fei­nern.

 

 

SPD erwartet, dass sich die Deutsche Bahn an den verabredeten Lärmschutz hält

Die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Frei­bur­ger SPD ist am 9.6. ein­stim­mig dem Antrag ihrer Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gabi Rolland gefolgt, die Bun­des­re­gie­rung und die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­frak­tio­nen in Bund und Land auf­zu­for­dern, sich hin­ter die Belan­ge der Frei­bur­ger Bür­ger­schaft für einen guten Lärm­schutz zu stel­len. “Es geht nicht an, dass die Deut­sche Bahn aus dem ver­ab­re­de­ten Lärm­schutz aus­steigt”, empört sich die Abge­ord­ne­te. Die Frei­bur­ger Genos­sin­nen und Genos­sen wol­len auch der Initia­ti­ve für einen bes­se­ren Lärm­schutz an der Neu- und Aus­bau­stre­cke, IGEL, den Rücken stär­ken. Egal wie vie­le Züge auf der neu­en Güter­bahn­tras­se fah­ren — der Lärm­schutz muss opti­mal sein. Schließ­lich ver­folgt auch die SPD das Ziel, dass die Güter von der Stra­ße auf die Schie­ne müs­sen — dem­zu­fol­ge hat die Neu­bau­stre­cke auch aus­ge­las­tet zu sein. Die Frei­bur­ger SPD erwar­tet von den Poli­ti­kern, dass die Ent­schei­dun­gen des Pro­jekt­bei­ra­tes eins zu eins umge­setzt wer­den und die Deut­sche Bahn auf die Spur des ver­ein­bar­ten Lärm­schut­zes zurück gebracht wird. Die Sit­zung des Ver­kehrs­aus­schus­ses im Bun­des­tag Anfang Juli gibt dazu Gele­gen­heit.

Engelbergerstraße – Kanalbau und Umgestaltung

Nach­dem 2017 der Kanal unter der west­li­chen Engel­ber­ger­stra­ße von der Feh­ren­ba­ch­al­lee bis zur Eschholz­stra­ße neu gebaut wur­de, sind aktu­ell die Kanä­le unter der Drais- und der Stürt­zel­stra­ße an der Rei­he. Doch was pas­siert eigent­lich genau bei einem Kanal­bau und wie geht es mit den Stra­ßen danach wei­ter?
Die Was­ser­ka­nä­le im Stüh­lin­ger stam­men aus den 30er Jah­ren und lau­fen von der Innen­stadt Rich­tung Drei­sam und dann bis nach Forch­heim zur Klär­an­la­ge. Die Gesell­schaft bnNET­ZE betreibt die­se Lei­tun­gen. bnNET­ZE ist eine 100 %ige Toch­ter der Bade­no­va mit ca. 600 Mit­ar­bei­tern. Die Lei­tun­gen wer­den von der Stadt­ent­wäs­se­rung Frei­burg instand gehal­ten. Im Fall der Engel­ber­ger­stra­ße wur­den von der bnNET­ZE fest­ge­stellt, dass der Beton brü­chig gewor­den ist und durch Wur­zel­werk geschä­digt ist. Die Stadt­ent­wäs­se­rung setz­te daher die­sen Kanal auf ihre Sanie­rungs­lis­te und muss­te ent­schei­den wie dring­lich eine Repa­ra­tur ist oder ob neu gebaut wird. Da der Kanal­durch­mes­ser für die Abwas­ser­men­gen bereits jetzt kaum reicht, hat man sich für einen Neu­bau ent­schie­den, bei dem der Durch­mes­ser erhöht wird.
In der Drais­stra­ße hat­te der alte Kanal 350 mm Durch­mes­ser und wird nun mit 400 mm neu gebaut. Die Bau­rich­tung ist immer ent­ge­gen der Fluss­rich­tung. Der Neu­bau geschieht stück­wei­se, da der Kanal immer in Betrieb blei­ben muss. Dazu wer­den 3 Seg­men­te auf­ge­gra­ben. Ein Seg­ment ist ein bereits neu­es Stück, das mitt­le­re Seg­ment wird aus­ge­ho­ben und durch einen tem­po­rä­ren Bypass ersetzt (ein Kunst­stoff­rohr). Der Bypass ver­bin­det das ers­te und drit­te, noch alte Seg­ment. Nun kann der Ein­bau eines neu­en Seg­ments vor­be­rei­tet wer­den, denn die Anschlüs­se der Grund­stü­cke am Kanal müs­sen an die neue Lage ange­passt wer­den. Der neue Kanal besteht nicht mehr aus Beton, son­dern aus vor­ge­fer­tig­ten Kera­mik­roh­ren. Beim Bau wer­den die Grund­stücks­an­schlüs­se am Kanal mit gewech­selt. Dazu muss ein Grund­stück nur ca. 30 min vom Was­ser­an­schluss getrennt wer­den.
Es fällt auf, dass selbst bei der schma­len Drais­stra­ße immer nur direkt über dem Kanal auf­ge­gra­ben wird. Der Grund ist, dass die Schnitt­kan­ten im Asphalt zwangs­läu­fig durch die Bau­fahr­zeu­ge bre­chen. Die Stra­ßen wer­den daher zuerst mit pro­vi­so­ri­schen Asphalt geschlos­sen und in einem zwei­ten Schritt nach dem Kanal­bau auf der gan­zen Brei­te neu asphal­tiert. Eine Frei­bur­ger Beson­der­heit ist, dass die Stadt­ent­wäs­se­rung nur für den Kanal und die Anschluss­stü­cke zustän­dig ist. Vom Kanal bis zur Grund­stücks­gren­ze sind die Grund­stücks­be­sit­zer ver­ant­wort­lich. Bei der Auf­gra­bung ist immer ein Kampf­mit­tel-Exper­te dabei, da der West-Stüh­lin­ger im Krieg stark von Bom­ben getrof­fen wur­de. Er schaut auf die Bag­ger­schau­fel und lei­tet bei einem Muni­ti­ons­fund Sper­run­gen in die Wege. Da der Bypass nicht die vol­le Was­ser­men­ge wie der Kanal auf­neh­men kann, kön­nen die Kanal­bau­er bei star­kem Regen nicht in der Bau­gru­be arbei­ten. Die­se läuft dann mit Regen­was­ser voll.
Beim aktu­el­len Stra­ßen­bau wird nur der Misch­was­ser­ka­nal neu gebaut. Strom- und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­tun­gen blei­ben unan­ge­tas­tet. Nach dem Bau gehen die Ver­ant­wort­li­chen davon aus, dass die nächs­ten 20 Jah­re an den Stra­ßen nichts mehr gemacht wer­den muss. Der Bau in der Stürt­zel­stra­ße wird nicht, wie auf dem Bau­schild ange­ge­ben, im März fer­tig, da auf­grund des Wet­ters die Drais­stra­ße noch nicht fer­tig ist. Der west­li­che Bereich der Engel­ber­ger­stra­ße, die Drais- und die Stürt­zel­stra­ße wer­den die­ses Jahr ab vsl. Juni kom­plett neu asphal­tiert. In der Ver­län­ge­rung der Engel­ber­ger­stra­ße wird über die Feh­ren­ba­ch­al­lee eine Que­rungs­hil­fe gebaut. Dies ist ein „Buckel“ mit Zebra­strei­fen“, der auch für die Ein­hal­tung der Geschwin­dig­keit der Autos sorgt.
Der Kanal in der öst­li­chen Engel­ber­ger­stra­ße bis zur Went­zin­ger­stra­ße soll im zwei­ten Halb­jahr gebaut wer­den. Die fer­ti­ge Gestal­tung fin­det erst 2019 statt. Ob es den von der SPD gefor­der­ten Zebra­strei­fen in Höhe des Ede­ka-Mark­tes geben wird, ist noch nicht ent­schie­den.

Perspektivplan ohne Perspektive: Verlängerung der Linie 1 auf unbestimmte Zeit verschoben

Aus dem Frei­bur­ger Osten berich­tet Jens Papen­cordt:

Gro­ße Ent­täu­schung löst der jüngst vor­ge­leg­te Per­spek­tiv­plan 2022–2026 der Stadt­wer­ke Frei­burg beim SPD-Orts­ver­ein Frei­burg Ost aus. Die­ser sieht u.a. einen Inves­ti­ti­ons­stopp beim Aus- und Neu­bau des Stra­ßen­bahn­net­zes vor. Somit rückt die lan­ge ver­spro­che­ne Ver­län­ge­rung der Stra­ßen­bahn­li­nie 1 in wei­te Fer­ne.

Zur Erin­ne­rung: Bereits zu Beginn der 90er Jah­re wur­de der Abschnitt Laß­berg­stra­ße – Bahn­hof Lit­ten­wei­ler als „vor­dring­li­cher Bedarf“, der Abschnitt Bahn­hof Lit­ten­wei­ler – Bahn­über­gang Kapp­ler Stra­ße als „wei­te­rer Bedarf“ ein­ge­stuft. In den fol­gen­den Jahr­zehn­ten (!) wur­de der Bedarf wie­der­holt bestä­tigt, die Umset­zung Mal für Mal zuguns­ten ande­rer Vor­ha­ben ver­scho­ben. Gleich­zei­tig wuchs auch im Frei­bur­ger Osten die Bevöl­ke­rungs­zahl, wäh­rend Park­plät­ze mit Umstei­ge­mög­lich­kei­ten auf den ÖPNV weg­fie­len. Ein gutes Bei­spiel hier­für ist das Gelän­de des alten Mess­plat­zes.  Durch die Bebau­ung mit ZO und Woh­nun­gen fie­len hier eine Men­ge bil­li­ger P&R-Parkplatze weg. Hier­für soll­te, nach erfolg­ter Stra­ßen­bahn­ver­län­ge­rung, Ersatz am Kapp­ler Kno­ten geschaf­fen wer­den.

Ein wei­te­res Ärger­nis in die­sem Zusam­men­hang ist, dass mit dem beab­sich­tig­ten Weg­fall der Stadt­bahn­ver­län­ge­rung nun auch zwei zusätz­li­che Que­rungs­mög­lich­kei­ten über die Höl­len­tal­bahn bei der Römer­stra­ße und beim Hag­mätt­le in wei­te Fer­ne gerückt sind.

Der nun vor­lie­gen­de Per­spek­tiv­plan führt dazu, dass eine Park + Ride-Mög­lich­keit im Frei­bur­ger Osten sowie eine bes­se­re Anbin­dung von Kap­pel und Ebnet als auch der geplan­ten Neu­bau­ge­bie­te (Neu­häu­ser, Drei­sam-Ost) an den ÖPNV aus­bleibt. Dies wird, gera­de vor dem Hin­ter­grund des abseh­ba­ren Weg­fal­lens wei­te­rer kos­ten­güns­ti­ger Park­plät­ze (Neu­ge­stal­tung des Bahn­hofs­ge­län­des Lit­ten­wei­ler), dazu füh­ren, dass ins­be­son­de­re die Stra­ßen im Umfeld der Stra­ßen­bahnend­hal­te­stel­le Lass­berg­stra­ße als auch des Bahn­hofs Lit­ten­wei­ler noch stär­ker als bis­her Park + Ride-Ersatz­park­platz genutzt wer­den. Auch die drin­gend erfor­der­li­che Schaf­fung zusätz­li­cher Fahr­rad­ab­stell­plät­ze,  und somit die Mög­lich­keit des pro­blem­frei­en Umstiegs vom Rad auf den ÖPNV, erscheint an den bis­he­ri­gen Hal­te­stel­len räum­lich kaum mög­lich.

Aus Sicht des SPD-Orts­ver­eins ver­ab­schie­det sich die Stadt Frei­burg mit dem Per­spek­tiv­plan 2022–2026 der Stadt­wer­ke von einer Poli­tik der Stär­kung des ÖPNV. Dies gilt umso mehr, als der Per­spek­tiv­plan nicht erken­nen lässt, wie eine Wen­de bei der Ergeb­nis­ent­wick­lung der VAG gelin­gen soll. Viel­mehr pro­gnos­ti­ziert die­ser auch für die kom­men­de Jah­re wei­ter­hin hohe Defi­zi­te der Frei­bur­ger Ver­kehrs AG, für das Jahr 2026 bspw. knapp 17 Mio. Euro. Vor die­sem Hin­ter­grund fehlt dem „Per­spek­tiv­plan“ aus unse­rer Sicht etwas ganz ent­schei­den­des: eine Per­spek­ti­ve. Auf­ga­be der Stadt ist es, die­se zu schaf­fen und das lang gemach­te Ver­spre­chen die (pro­fi­ta­ble) Linie 1 wei­ter zu stär­ken end­lich ein­zu­lö­sen.

Politik der SPD

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie Aktu­el­les und Mei­nun­gen zur Poli­tik der SPD in Euro­pa, Bund und Land.

Die aktu­el­len Initia­ti­ven der SPD Frei­burg und Stüh­lin­ger fin­den Sie auf die­ser geson­der­ten Sei­te.

Bundespolitik

Aktuelles

Thema

Meinung

Landespolitik

Kommunalpolitik

Europapolitik

Stühlinger Magazin 1–2017

Titelbild Ausgabe 1-2017Inhalt dieser Ausgabe: