Webinar — Die südbadische Metall- und Elektroindustrie in der Corona-Krise – Welche Unterstützung leisten die Politik und die Gewerkschaft IG Metall?

Die SPD Frei­burg lädt zu der digi­ta­len Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung “Die süd­ba­di­sche Metall- und Elek­tro­in­dus­trie in der Coro­na-Kri­se” am Don­ners­tag, den 24. Sep­tem­ber um 19 Uhr ein.

Die gegen­wär­ti­ge Coro­na-Kri­se trifft die Indus­trie welt­weit in einem bis­her nie dage­we­se­nen Aus­maß. Pro­duk­tio­nen ste­hen still, eine Viel­zahl der Beschäf­tig­ten in Deutsch­land ist auf Kurz­ar­bei­ter­geld ange­wie­sen, Arbeits­plät­ze sind in Gefahr oder bereits weg­ge­fal­len. Dies trifft auch auf die Regi­on Süd­ba­den zu. Unge­fähr 38% der pro­duk­ti­ven Wert­schöp­fung in Süd­ba­den ent­fal­len auf die IG Metall-Bran­chen. Daher wol­len wir ger­ne mit Ihnen über fol­gen­de Fra­ge­stel­lun­gen dis­ku­tie­ren:

  • Wie kri­sen­fest sind die Unter­neh­men auf­ge­stellt und wel­che Leh­ren haben sie bereits aus der Kri­se gezo­gen?
  • Wel­che Per­spek­ti­ven bestehen für die Beschäf­tig­ten hin­sicht­lich der Siche­rung ihrer Arbeits­plät­ze?

Gäs­te sind:

  • Nor­bert Göbels­mann (kom­mis­sa­ri­scher 1. Bevoll­mäch­tig­ter (Geschäfts­füh­rer) der IG Metall Geschäfts­stel­len in Frei­burg und Lör­rach)
  • Rita Schwar­ze­lühr-Sut­ter (SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Natur­schutz und nuklea­re Sicher­heit)
  • Dr. Johan­nes Fech­ner (SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Rechts­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on)
  • Prof. Dr. Rai­ner Grieß­ham­mer (Pro­fes­sor für Nach­hal­ti­ge Pro­duk­te und Best­sel­ler-Autor („Der Öko-Knig­ge“, „Der Kli­ma-Knig­ge“). Lang­jäh­ri­ger Geschäfts­füh­rer des Öko-Insti­tuts Frei­burg)
  • Mode­ra­ti­on: Gabi Rol­land (Abge­ord­ne­te im Land­tag Baden-Würt­tem­berg, Umwelt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD Frak­ti­on),

Die Ver­an­stal­tung fin­det in einem Zoom-Mee­ting (https://us02web.zoom.us/j/82027130380 — Mee­ting-ID: 839 3850 5523) statt und wird Live beim You­Tube-Stream –Kanal: SPD Frei­burg (www.youtube.com/channel/UC4pTMyFRutB3pxAZk7Od9IQ) aus­ge­strahlt.

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los, eine vor­he­ri­ge Regis­trie­rung ist nicht nötig.

Keine Angst vor Staatsschulden — Warum Schulden notwendig sind

Wir kön­nen uns nicht noch mehr Schul­den leis­ten.“ „Das müs­sen spä­ter mal unse­re Kin­des­kin­der abbe­zah­len.“ „Man kann doch kei­nen Auf­schwung auf Pump finan­zie­ren.“ Die­se und ähn­li­che Aus­sa­gen liest man nicht nur in Dis­kus­sio­nen über das Kon­junk­tur­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung, son­dern all­ge­mein, wenn der Staat neue Schul­den auf­nimmt. Durch unse­re Erzie­hung klin­gen die Aus­sa­gen erst ein­mal logisch, aber sind sie es auch?

wei­ter­le­sen Kei­ne Angst vor Staats­schul­den — War­um Schul­den not­wen­dig sind

Webinar — Pflege vor, während und nach Corona

Die SPD Frei­burg lädt zu der digi­ta­len Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung “Pfle­ge vor, wäh­rend und nach Coro­na” am Mitt­woch, den 20. Mai um 19 Uhr ein.
Von Pfle­ge­not­stand ist seit lan­ger Zeit die Rede. Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger sind zu Hel­din­nen und Hel­den der Coro­na­zeit gewor­den. Die Ver­an­stal­tung geht der Fra­ge nach, wie sich die Pfle­ge am Kran­ken­bett durch die Coro­na­kri­se ver­än­dert hat und noch ver­än­dern muss – etwa im Hin­blick auf die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen. Wie die Pfle­ge als Daseins­vor­sor­ge im Gesund­heits­sys­tem aus­se­hen muss, dar­über wol­len wir dis­ku­tie­ren.

Gäs­te sind:

  • Micha­el Decker (Kauf­män­ni­scher Direk­tor, Dia­ko­nie­kran­ken­haus Frei­burg),
  • Sil­via Kopp (Sta­ti­ons­lei­tung Inten­siv­the­ra­pie, Uni­kli­nik Frei­burg),
  • Hel­mut Pötzsch (Per­so­nal­ratsvor­sit­zen­der, Uni­kli­nik Frei­burg),
  • Mode­ra­ti­on: Gabi Rol­land (Abge­ord­ne­te im Land­tag Baden-Würt­tem­berg, Umwelt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD Frak­ti­on),

Die Ver­an­stal­tung fin­det in einem Zoom-Mee­ting (https://us02web.zoom.us/j/82027130380 — Mee­ting-ID: 886 5594 0665) statt und wird Live beim You­Tube-Stream –Kanal: SPD Frei­burg (www.youtube.com/channel/UC4pTMyFRutB3pxAZk7Od9IQ) aus­ge­strahlt.

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los, eine vor­he­ri­ge Regis­trie­rung ist nicht nötig.

Webinar — Wirtschaftsförderung und Klimaschutz

Die SPD Frei­burg lädt zu der digi­ta­len Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung “Wirt­schafts­för­de­rung und Kli­ma­schutz” am Don­ners­tag, den 14. Mai um 19 Uhr ein. Unser Sozi­al­staat beruht dar­auf, dass es für mög­lichst alle Arbeit gibt. Die Coro­na-Kri­se macht vie­len Wirt­schafts­zwei­gen gro­ße Pro­ble­me. Den­noch sehen wir z.B. am tro­cke­nen Früh­jahr, dass wir die Kli­ma­schutz­zie­le nicht aus dem Auge ver­lie­ren dür­fen. Wir möch­ten daher dis­ku­tie­ren, wie der Spa­gat aus Wirt­schafts­för­de­rung und Kli­ma­schutz gelin­gen kann.

Gäs­te sind:

Die Ver­an­stal­tung fin­det in einem Zoom-Mee­ting (https://us02web.zoom.us/j/88655940665 — Mee­ting-ID: 886 5594 0665) statt und wird Live beim You­Tube-Stream –Kanal: SPD Frei­burg (www.youtube.com/channel/UC4pTMyFRutB3pxAZk7Od9IQ) aus­ge­strahlt.

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los, eine vor­he­ri­ge Regis­trie­rung ist nicht nötig.

Webinar am 9.4., 19 Uhr — Welche konkreten Hilfsangebote gibt es für Unternehmen in der Coronakrise?

Auf­grund der Coro­na-Aus­gangs­be­schrän­kun­gen und staat­lich ver­ord­ne­ten Ein­stel­lung von Geschäfts­tä­tig­kei­ten ste­hen zahl­rei­che Unter­neh­men und deren Mit­ar­bei­te­rIn­nen vor finan­zi­el­len Pro­ble­men. Mit die­sem Infor­ma­ti­ons-Webi­nar am Don­ners­tag, 9.4. um 19 Uhr möch­ten wir alle Gewer­be­trei­ben­den in und um Frei­burg infor­mie­ren, wel­che Hilfs­gel­der es für wel­che Betrie­be gibt, wie die­se bis wann und wo bean­tragt wer­den, wel­che Richt­li­ni­en es für Son­der­kre­di­te gibt und wel­che Zustän­dig­kei­ten vor­lie­gen. Zudem wird es die Mög­lich­keit geben, Fra­gen zu stel­len.

wei­ter­le­sen Webi­nar am 9.4., 19 Uhr — Wel­che kon­kre­ten Hilfs­an­ge­bo­te gibt es für Unter­neh­men in der Coro­na­kri­se?

SARS-CoV‑2 / COVID-19 — die wichtigsten Informationen von einem Virologen

Rot gefärbt sind von SARS-CoV befallene Zellen
Rot gefärbt sind von SARS-CoV befal­le­ne Zel­len; Bild­quel­le

Eine der Fra­gen, die uns der­zeit alle umtreibt ist, was es mit dem Virus SARS-CoV‑2 auf sich hat, das die Krank­heit COVID-19 aus­lö­sen kann. Unser SPD Mit­glied Dr. Phil­ipp Kolb ist Viro­lo­ge an der Uni­kli­nik Frei­burg und hat uns zum The­ma auf unse­rer letz­ten öffent­li­chen Sit­zung umfas­send infor­miert. Wir möch­ten die­se Infor­ma­tio­nen mit unse­ren Lesern tei­len:
Wei­ter zum kom­plet­ten Arti­kel

SARS-CoV‑2 / COVID-19 — die wichtigsten Informationen von einem Virologen

Eine der Fra­gen, die uns der­zeit alle umtreibt ist, was es mit dem Virus SARS-CoV‑2 auf sich hat, das die Krank­heit COVID-19 aus­lö­sen kann. Unser SPD Mit­glied Dr. Phil­ipp Kolb ist Viro­lo­ge an der Uni­kli­nik Frei­burg und hat uns zum The­ma auf unse­rer letz­ten öffent­li­chen Sit­zung umfas­send infor­miert. Wir möch­ten die­se Infor­ma­tio­nen mit unse­ren Lesern tei­len:

Was ist ein Coronavirus?

Coronavirus
Abb.1 Sche­ma eines Coro­na­vi­rus’, RNA steht für Ribo­nu­kle­in­säu­re, Trä­ge­rin der Erb­infor­ma­ti­on des Viru­ses; Bild­quel­le

Coro­na­vi­ren sind Viren der Fami­lie Coro­na­vi­ri­dae. Sie besit­zen eine Hül­le aus Lipi­den. Die Hül­le hat Aus­stül­pun­gen, die unter dem Mikro­skop ähn­lich aus­se­hen, wie die Strah­len der Son­nen­koro­na, daher ihr Name.

Coro­na­vi­ren kön­nen ver­schie­de­ne Wir­bel­tie­re befal­len und bei ihnen unter­schied­li­che Erkran­kun­gen aus­lö­sen. Beim Men­schen sind es meist Atem­wegs­er­kran­kun­gen.

Was ist das SARS-CoV‑2 Virus?

SARS-CoV‑2 ist ein Coro­na­vi­rus, das sehr ähn­lich zu einem bekann­ten Virus ist. Die Ärz­te aus Wuhan, die das Virus iden­ti­fi­ziert und klas­si­fi­ziert haben, haben in ihrer Ver­öf­fent­li­chung SARS-CoV‑2 gemäß Abb.2 in die Viren­fa­mi­lie ein­ge­ord­net.

Klassifikation der Coronaviren
Abb. 2. Klas­si­fi­ka­ti­on der Coro­na­vi­ren, SARS-CoV‑2 (rote Schrift) wird hier noch bezeich­net als “2019-nCoV”; Bild­quel­le

Man sieht, dass es meh­re­re SARS-CoV‑2 Viren gibt, die sehr eng ver­wandt sind mit dem bekann­ten Virus “Bat CoV RaTG 13”, aber auch ver­wandt mit dem Viren, die die Krank­hei­ten SARS und MERS aus­lö­sen (in Abb. 2 rot umran­det). Eine Ver­wandt­schaft sagt jedoch nichts dar­über aus, wel­che Tie­re die Viren befal­len kön­nen noch wel­che Krank­hei­ten sie aus­lö­sen kön­nen.

SARS steht für seve­re acu­te respi­ra­to­ry syn­dro­me (schwe­res, aku­tes, respi­ra­to­ri­sches Syn­drom) und wird daher auch für die aktu­el­le Krank­heit ver­wen­det, denn das beschreibt die Aus­wir­kun­gen gut. Fle­der­tie­re sind häu­fig der Reser­voir­wirt für Coro­na­vi­ren (daher der Namens­prä­fix “Bat”). Durch Kon­takt mit Fle­der­tie­ren gelangt das Virus zu poten­ti­el­len Wirts­tie­ren. Ob sich ein Virus in einer ande­ren Art aus­brei­ten kann, hängt von des­sen Erb­gut ab. Daher kann ein Virus nicht belie­bi­ge Arten befal­len. Durch die hohe Zahl an Muta­ti­on der Viren-RNA (zufäl­li­ge Ver­än­de­rung im Erb­gut) kann die­se Arten­bar­rie­re über­wun­den wer­den. Da dies ein zufäl­li­ger Pro­zess ist, kann man jedoch nicht vor­her­sa­gen wann, zu wel­chem Tier und ob es ein Virus jemals schafft. Wie man in Abb. 3 sieht, kann das SARS-CoV‑2 z.B. Schwei­ne befal­len, nicht jedoch Mäu­se.

Rot gefärbt sind von SARS-CoV befallene Zellen
Abb. 3 Rot gefärbt sind von SARS-CoV befal­le­ne Zel­len; Bild­quel­le

Durch Kon­takt zwi­schen Mensch und Tier kann ein Virus also durch Muta­ti­on den Sprung zum Men­schen schaf­fen. Bei der Krank­heit SARS geht man davon aus, das es über den Lar­ven­rol­ler auf den Men­schen über­ging, bei MERS ist das Dro­me­dar das wahr­schein­lichs­te Tier, bei SARS-CoV‑2 scheint der wahr­schein­lichs­ter Über­trä­ger das Chi­ne­si­sche Schup­pen­tier zu sein, das durch den Men­schen vom Aus­ster­ben bedroht ist. Die genau­en ers­ten Über­gän­ge kann man jedoch nicht exakt auf­klä­ren.

Was sind die Auswirkungen?

Wie der Name sagt, schafft Wis­sen­schaft Wis­sen. Da es ein neu­es Virus ist, ist die Erfor­schung noch in vol­lem Gang. Aus­sa­gen wie z.B. zur Sterb­lich­keit sind daher Spe­ku­la­ti­on! Vie­le Tau­send Men­schen haben sich bereits mit dem Virus infi­ziert, jedoch ent­wi­ckeln nicht alle über­haupt Sym­pto­me. Die bekann­ten Fäl­le sind daher nur die, die Sym­pto­me ent­wi­ckelt haben, dann auch zu einem Arzt gegan­gen sind und dort wie­der­um mit­tels der Metho­de PCR getes­tet wur­den, ob sie die RNA des Virus’ in sich tra­gen. Daher kann man davon aus­ge­hen, dass die Ver­brei­tung der Krank­heit COVID-19 deut­lich grö­ßer ist, als die bekann­ten Fäl­le.
Was man bis­her zu den Ver­läu­fen weiß kann man in die­sen Stich­punk­ten zusam­men­fas­sen:

  • Je älter die Pati­en­ten sind, des­to schwe­rer ist der Krank­heits­ver­lauf — bis hin zum Tod. Kin­der ent­wi­ckeln oft kaum Sym­pto­me.
  • Die meis­ten Todes­fäl­le und schwe­re Ver­läu­fe gab es bei Men­schen mit schwa­chem Immun­sys­tem, ent­we­der durch ihr Alter oder durch ande­re Erkran­kun­gen
  • Eine Dop­pel­in­fek­ti­on mit ande­ren Krank­heits­er­re­gern (Viren und Bak­te­ri­en) ist kri­tisch
  • Für Men­schen mit intak­tem Immun­sys­tem und ohne Vor­er­kran­kun­gen, ver­läuft COVID-19 in etwa wie eine Grip­pe.
  • Die typischs­ten Sym­pto­me sind
    • Fie­ber (90% der bekann­ten Fäl­le mit Sym­pto­men; Quel­le)
    • Tro­cke­ner Hus­ten (70%)
  • Jeder Pati­ent hat einen ande­ren Krank­heits­ver­lauf und auch ande­re Sym­pto­me (oder gar kei­ne)

Wie kann man sich anstecken?

Nach aktu­el­lem Wis­sens­stand erfolgt die Über­tra­gung haupt­säch­lich durch Tröpf­chen, wie sie beim Nie­sen ent­ste­hen. Die Viren brau­chen zum Über­le­ben, leben­de Zel­len. Allein kön­nen sie bis zu 9 Tage nach­ge­wie­sen wer­den. Wie lan­ge genau, hängt von der Ober­flä­che, Luft­feuch­te und der Tem­pe­ra­tur ab.
Das heißt jedoch nicht, dass man sich an die­sen Ober­flä­chen noch anste­cken kann, denn die Schmier­in­fek­ti­on spielt eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Sie kann aber auch nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Z.B. wenn jemand in sei­ne Hand niest, die­se dann jeman­dem zur Begrü­ßung gibt und sich der Begrüß­te inner­halb der nächs­ten Minu­ten an sei­ne Schleim­häu­te fasst (Nase oder Mund). Direkt über die Haut kann das Virus nicht über­tra­gen wer­den.

Wie kann man sich schützen?

Um sich zu schüt­zen, ist es am effek­tivs­ten zu Per­so­nen, die Krank­heits­sym­pto­me wie Fie­ber oder tro­cke­nen Hus­ten haben, 3 Meter Abstand zu haben. (Update: das Robert-Koch-Insti­tut hält 1–2 m für aus­rei­chend.) Dies ist die Distanz, über die Tröpf­chen beim Nie­sen im Extrem­fall ver­teilt wer­den kön­nen. Es ist daher uner­heb­lich, ob man in einer grö­ße­ren Men­schen­men­ge ist oder nicht — ist man zu nah an einer kran­ken Per­son und die­se niest, kann man sich leicht infi­zie­ren.
Lüf­tungs­an­la­gen wie z.B. in Flug­zeu­gen haben mit­un­ter so gute Fil­ter, dass Zel­len und Viren aus der Luft gefil­tert wer­den. Im Flug­zeug oder im Zug steckt man sich daher eher nicht durch die Lüf­tung an, son­dern durch Kon­takt mit einem Kran­ken.

Ansons­ten gilt, wie bei allen anste­cken­den Krank­hei­ten, dass man sei­ne Hän­de regel­mä­ßig mit Sei­fe wäscht. Sei­fe löst die Lipidhül­le der Viren auf und ist daher für Viren ein sehr effek­ti­ves Des­in­fek­ti­ons­mit­tel. Man kann Ande­ren die Hän­de geben, muss jedoch dar­auf ach­ten, sich nicht an die Nase oder den Mund zu fas­sen. Ein Papier­ta­schen­tuch als Bar­rie­re zwi­schen Hand und Nase senkt das Risi­ko.

Es gibt kei­ne Imp­fung gegen das SARS-CoV‑2 Virus.
Imp­fun­gen sind jedoch gene­rell sinn­voll, um mög­li­che Dop­pel­in­fek­tio­nen zu ver­rin­gern. Für die aktu­el­le Krank­heits­wel­le sind Imp­fun­gen wahr­schein­lich zu spät, da der Kör­per etwas Zeit zum Auf­bau­en des Schut­zes braucht. Für die Zukunft emp­fiehlt es sich, sich gegen Krank­heits­er­re­ger wie Pneu­mo­kok­ken und ande­re Viren imp­fen zu las­sen. Es geht dabei nicht nur um einen selbst, son­dern um den Schutz von Schwä­che­ren, z.B. den eige­nen Kin­dern und (Groß)Eltern. Es gibt kei­nen Grund sei­ne Lie­ben dem Risi­ko z.B. einer Masern­in­fek­ti­on aus­zu­set­zen, egal ob gera­de Grip­pe­sai­son ist, oder neu­ar­ti­ge Viren gras­sie­ren!

Häufig gestellte Fragen

  • Soll ich mich mit Alko­hol oder Chlor ein­sprü­hen? -> Nein, Viren drin­gen nicht über die Haut ein
  • Soll ich dann Mund oder Nase mit Alko­hol spü­len? -> Nein, rich­tet mehr Scha­den als das Virus
  • Kann ich Post aus Chi­na emp­fan­gen? -> Ja, denn das Virus über­lebt den Trans­port nicht
  • Kön­nen Haus­tie­re COVID-19 ver­brei­ten? ->  Bis­her kei­ne Bewei­se dafür
  • Schüt­zen Imp­fun­gen? -> Es gibt kei­ne Imp­fung gegen COVID-19, aber gegen Dop­pel­in­fek­tio­nen
  • Kön­nen Nasen­spü­lun­gen vor­beu­gen? -> Nein
  • Kön­nen bestimm­te Lebens­mit­tel vor­beu­gen? -> Nein
  • Hel­fen Anti­bio­ti­ka? -> Anti­bio­ti­ka hel­fen gene­rell nicht gegen Viren, aber wer­den meist zur COVID-Behand­lung ver­ab­reicht um Dop­pel­in­fek­tio­nen mit Bak­te­ri­en zu ver­hin­dern
  • Gibt es bald eine Imp­fung? -> Nein. Eine ers­te kli­ni­sche Pha­se star­tet even­tu­ell schon im April, aber bis zu einem gut getes­te­tem Impf­stoff dau­ert es Jah­re
  • Sind Kin­der gefähr­de­ter als Erwach­se­ne? -> Nein, im Gegen­teil

Welchen Informationen kann man vertrauen?

Man muss sich klar machen, dass sich schlech­te Nach­rich­ten bes­ser ver­kau­fen als gute. Daher sind jour­na­lis­ti­sche Infor­ma­tio­nen nicht immer objek­tiv und nüch­tern. Objek­ti­ve und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum Stand der Wis­sen­schaft fin­det man z.B. auf den Sei­ten die­ser Orga­ni­sa­tio­nen:

Sind die Maßnahmen gegen COVID-19 angemessen?

Nach aktu­el­lem Stand der Wis­sen­schaft ist COVID-19 eine ähn­lich schwe­re Krank­heit wie die Grip­pe. An Grip­pe ster­ben je nach Sai­son allein in Deutsch­land tau­sen­de Men­schen, z.B. in der Sai­son 2014/2015 ca. 21.300 (Quel­le). Auch bei der Grip­pe ster­ben vor allem geschwäch­te Pati­en­ten. Gegen aktu­ell zir­ku­lie­ren­de Grip­pe­vi­ren gibt es jedes Jahr einen neu abge­stimm­ten Impf­stoff. Man kann sich, und damit auch sei­ne Mit­men­schen (Fami­lie, Freun­de) daher recht gut gegen Grip­pe schüt­zen. Dies ist gene­rell emp­foh­len, denn wer die Grip­pe und COVID-19 gleich­zei­tig bekommt, hat schlech­te Kar­ten. Gegen COVID-19 gibt es kei­nen Schutz.

Coronavirus Patienten in China
Abb.4 Anzahl der Coro­na­vi­rus-Pati­en­ten in Chi­na; Bild­quel­le

Die Behör­den kön­nen COVID-19 nicht auf­hal­ten, nur ihre Ver­brei­tung ver­lang­sa­men. Einer­seits, um den Medi­zi­nern mehr Zeit zur Vor­be­rei­tung und für die For­schung zu geben, ande­rer­seits, um das Gesund­heits­sys­tem am Lau­fen zu hal­ten. Man kann sich leicht vor­stel­len, wie es wäre, wenn 5% einer Stadt am sel­ben Tag erkrankt. Zudem sind Tröpf­chen­in­fek­tio­nen bei Som­mer­wet­ter nicht sehr effek­tiv, weil die Tröpf­chen dann schnel­ler zer­fal­len. Daher ist der Win­ter die Grip­pe­zeit. Man erwar­tet des­we­gen bei wär­me­rem Wet­ter gerin­ge­re Infek­ti­ons­ra­ten.
Nimmt man den zeit­li­chen Ver­lauf von COVID-19 in Chi­na als Grund­la­ge (Abb. 4), kann man den Höhe­punkt der Infek­tio­nen in Deutsch­land für April erwar­ten (ca. 1 Monat nach Aus­bruch).

Es ist ein schma­ler Grat für die Behör­den, denn die Abrie­ge­lung gan­zer Groß­städ­te wie in Ita­li­en belas­tet die Wirt­schaft und kann schnell Arbeits­plät­ze kos­ten. Zudem kann man nicht Mil­lio­nen Men­schen davon abhal­ten, sich zu bewe­gen. Wie beschrie­ben, ist es für die Anste­ckung uner­heb­lich, wie vie­le Men­schen um einen her­um sind, solan­ge man in direk­ter Nähe eines Kran­ken ist. Das kann im Sta­di­on, im Büro oder in der Knei­pe sein. Inso­fern kann man Ober­gren­zen für erlaub­te Ver­an­stal­tun­gen und das Abrie­geln von Mil­lio­nen­städ­ten kri­tisch hin­ter­fra­gen.

Kon­se­quen­tes Iso­lie­ren Erkrank­ter ist aber in jedem Fall der rich­ti­ge Weg.

Autor: Dr. Uwe Stöhr

Web­links:

Neujahrsempfang der SPD Stühlinger 2020


Wir laden alle Lese­rin­nen und Leser des Stüh­lin­ger Maga­zins zum Neu­jahrs­emp­fang der SPD Stüh­lin­ger ein. Unse­re Gäs­te sind

  • Rita Schwar­ze­lühr-Sut­ter, Staats­se­kre­tä­rin im Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um, MdB
  • Gabi Rol­land, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te
  • Julia Söh­ne, Vor­sit­zen­de SPD/­Kul­tur­lis­te-Gemein­de­rats­frak­ti­on

Musi­ka­li­sche Umrah­mung: Mike Schwei­zer

Klimastreik am 20.09. — gemeinsam für eine gerechte Klimapolitik

Umwelt­ver­schmut­zung muss einen Preis bekom­men!

Die Stüh­lin­ger SPD ruft frei­burg­weit alle Bürger*innen dazu auf, am 20.09 den drit­ten glo­ba­len Kli­ma­st­reik mit ihrer Anwe­sen­heit zu unter­stüt­zen. Dabei rich­tet sich der Auf­ruf spe­zi­ell an alle Mitbürger*innen aus dem Stüh­lin­ger und vor allem an alle Arbeitgeber*innen des Stadt­teils, ihren Ange­stell­ten die Mög­lich­keit zu geben, am 20.9 ihre Soli­da­ri­tät mit der Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung und Fri­days for Future zu zei­gen.

Die Demo zum Streik beginnt um 10 Uhr, Platz der Alten Syn­ago­ge. Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf der Web­sei­te des Kli­ma­ak­ti­ons­bünd­nis­ses.

Die Stüh­lin­ger SPD spricht sich geschlos­sen für eine natio­na­le CO2-Steu­er mit Umla­ge aus und for­dert hier­mit auch die Bun­des­par­tei zur Durch­set­zung einer sol­chen Steu­er in der gro­ßen Koali­ti­on auf. Damit bekommt der CO2-Aus­stoß direkt einen Preis und umwelt­schäd­li­che Pro­duk­te wer­den so teu­rer und weni­ger attrak­tiv. Umla­ge bedeu­tet, dass die Ein­nah­men aus der Steu­er zu glei­chen Tei­len einer­seits in die For­schung an und Ent­wick­lung von umwelt­freund­li­cher Tech­no­lo­gie inves­tiert wer­den und ande­rer­seits nach einem Umver­tei­lungs­prin­zip an die Bürger*innen zurück flie­ßen wird. Es wird dadurch sicher­ge­stellt, dass die Umset­zung der Steu­er sozi­al ver­träg­lich ist und die Gesell­schaft zusam­men­bringt, anstatt sie zu spal­ten.

CO2-Bepreisung jetzt!

Wie ent­schei­det man, was gut für die Umwelt ist?. Dies ist eine kniff­li­ge Fra­ge, denn was ist eigent­lich bes­ser, ein Ein­kaufs­beu­tel aus Plas­tik oder aus Baum­wol­le? Um die­se und wei­te­re Fra­gen zu beant­wor­ten, haben wir ein Wochen­end­se­mi­nar orga­ni­siert.
Unse­re Erkennt­nis­se sind:
  • Umwelt­ver­schmut­zung muss einen Preis bekom­men. Dadurch wer­den umwelt­freund­li­che Pro­duk­te auto­ma­tisch güns­ti­ger als umwelt­schäd­li­che Pro­duk­te. Damit kann jeder von uns durch sei­ne Kauf­ent­schei­dung etwas für die Umwelt tun.
  • Umwelt­ver­schmut­zung hat defi­ni­tiv einen Preis. Man muss z.B. nur zusam­men­rech­nen was es kos­tet, wenn durch die ver­mehrt auf­tre­ten­den Stark­re­gen eine Ort­schaft über­spült wird. Die Betrof­fe­nen lei­den und die Kos­ten tra­gen wir alle.
  • Psy­cho­lo­gie ist ent­schei­dend: Wer z.B. pen­deln muss, tut dies nicht als Spaß und kann es meist auch nicht ändern. Sein Auto hat ihn viel Geld gekos­tet und es ist von der Öko­bi­lanz her sinn­voll, dass man es mög­lichst lan­ge nutzt.

Wir unter­stüt­zen daher mit aller Kraft eine natio­na­le CO2-Beprei­sung mit Umla­ge. Wir haben kei­ne Zeit mehr für jah­re­lan­ges Dis­ku­tie­ren, son­dern müs­sen han­deln. Unser Ansatz ist daher:

  • CO2-Aus­stoß bekommt direkt einen Preis, den der Ver­brau­cher bewusst erst ein­mal sofort zah­len muss. Dadurch wer­den umwelt­schäd­li­che Pro­duk­te teu­rer und damit weni­ger attrak­tiv. Zudem wer­den die Fir­men sofort alles dar­an set­zen, umwelt­freund­li­cher zu pro­du­zie­ren, damit sie güns­tig anbie­ten kön­nen und wir wei­ter­hin ihre Pro­duk­te kau­fen.
  • Die Ein­nah­men aus dem CO2-Preis gehen zum Groß­teil wie­der direkt an die Bür­ge­rIn­nen. Jede Per­son, egal wel­chen Alters, bekommt einen fes­ten Betrag zurück­er­stat­tet. Wer umwelt­freund­li­che Pro­duk­te gekauft hat, wird so teil­wei­se noch belohnt, denn die Höhe ist so aus­ge­rich­tet, dass man den durch­schnitt­li­chen CO2-Preis für den Sprit zum Pen­deln wie­der­be­kommt. Wer ein Auto für die gan­ze Fami­lie hat, macht dadurch Gewinn, Pend­ler haben kei­nen Ver­lust aber wer meh­re­re Autos hat, oder eines, das mehr als der Durch­schnitt an CO2 aus­stößt, hin­ge­gen schon. Umwelt­freund­li­ches Ver­hal­ten wird damit belohnt.
  • Ein Teil der Ein­nah­men gehen in einen Umwelt­tech­nik­fonds. Die­ser finan­ziert Umwelt­tech­no­lo­gien. So ist z.B. Elek­tro­ly­se von Was­ser (Auf­spal­tung des Was­sers in Was­ser­stoff und Sauer­stoff) eine gute Metho­de, um Ener­gie aus Wind und Son­ne zu spei­chern. Es braucht aber erst ein­mal ein gro­ßes Netz von Was­ser­stoff­tank­stel­len, um den Was­ser­stoff danach auch wie­der nut­zen zu kön­nen. Sol­che Kos­ten kann nur der Staat tra­gen, nicht ein­zel­ne Unter­neh­men. Daher über­nimmt das der Fonds.
  • Wir ste­hen zum Zer­ti­fi­ka­te­han­del und wol­len ihn ver­bes­sern und suk­zes­si­ve euro­pa­weit auf vie­le Berei­che aus­deh­nen. Dies braucht jedoch Zeit. Daher wol­len wir eine natio­na­le CO2-Beprei­sung jetzt – noch die­ses Jahr. Daher hat die Frei­bur­ger SPD am 4. Juli beschlos­sen, dass wir die Fort­be­stand der gro­ßen Koali­ti­on dar­an fest­ma­chen, ob wir mit der CDU/CSU eine CO2-Beprei­sung hin­be­kom­men oder nicht. Die­se natio­na­le Lösung kann jeder­zeit ersetzt wer­den, wenn es eine euro­pa­wei­te Lösung gibt.