Konstruktiver Vorschlag für ein verträglichesMiteinander
nördlicher Eschholzpark
Die Kontroverse um den „Spätverkauf“ an der Eschholzstraße im Stühlinger hat einmal mehr gezeigt, dass es an Freiräumen für jüngere Menschen in der Stadt fehlt. Freiburg lebt von seiner Universität und braucht daher auch ein attraktives, urbanes Leben. Die StudentInnen und Angestellten der Universität machen Freiburg erst zu dem, was es als Stadt ist – klein und gemütlich einerseits, aber auch kulturell aktiv und lebendig. Dass sich im Sommer das Leben auch auf der Straße abspielt, ist dabei eine Selbstverständlichkeit.
In einer Stadt gilt es stets aufs Neue, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Unser Ansatz ist daher, nichts anzuprangern, sondern nach Lösungen zu suchen, die möglichst vielen gerecht werden.
Die Stühlinger SPD ruft freiburgweit alle Bürger*innen dazu auf, am 20.09 den dritten globalen Klimastreik mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen. Dabei richtet sich der Aufruf speziell an alle Mitbürger*innen aus dem Stühlinger und vor allem an alle Arbeitgeber*innen des Stadtteils, ihren Angestellten die Möglichkeit zu geben, am 20.9 ihre Solidarität mit der Klimagerechtigkeitsbewegung und Fridays for Future zu zeigen.
Die Demo zum Streik beginnt um 10 Uhr, Platz der Alten Synagoge. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite des Klimaaktionsbündnisses.
Die Stühlinger SPD spricht sich geschlossen für eine nationale CO2-Steuer mit Umlage aus und fordert hiermit auch die Bundespartei zur Durchsetzung einer solchen Steuer in der großen Koalition auf. Damit bekommt der CO2-Ausstoß direkt einen Preis und umweltschädliche Produkte werden so teurer und weniger attraktiv. Umlage bedeutet, dass die Einnahmen aus der Steuer zu gleichen Teilen einerseits in die Forschung an und Entwicklung von umweltfreundlicher Technologie investiert werden und andererseits nach einem Umverteilungsprinzip an die Bürger*innen zurück fließen wird. Es wird dadurch sichergestellt, dass die Umsetzung der Steuer sozial verträglich ist und die Gesellschaft zusammenbringt, anstatt sie zu spalten.
Eine der bekanntesten Aktionen der SPD Stühlinger war die Erstellung einer Leerstandsliste. Auf dieser Webseite veröffentlichten wir Wohnungen, die offensichtlich schon seit längerer Zeit leer stehen. Dank dem Engagement der BürgerInnen aus allen Stadtteilen Freiburgs wurde die Liste umfangreich. Sie fand daher auch Beachtung in der presse und bei der Stadtverwaltung und war ein relevanter Beitrag für das von OB Martin Horn angeregte Leerstandskataster.
Unsere Liste hat gezeigt, dass es Handlungsbedarf gibt, aber auch dass der Leerstand überschaubar ist, wenn man es in Relation zu allen Wohnungen setzt. Es zählt jedoch jede einzelne Wohnung, die man verfügbar machen kann.
Unsere Aktion war ein Impuls, Leerstand von Seit der Stadt aktiver anzugehen. Wir sind daher froh, dass es nun in der Stadtverwaltung das Referat für bezahlbares Wohnen gibt, das sich der Sache angenommen hat. Nur die Stadt kann die Wohnungseigentümer ausfindig machen und rechtliche Schritte einleiten. Daher beenden wir unsere Leerstandsaktion, freuen uns aber weiterhin über Ihre Meinung und Informationen zur Wohnungssituation im Stühlinger und in der ganzen Stadt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen TipgeberInnen und Mitwirkenden!
Das neue Stühlinger Magazin 2–2019 ist erschienen! Die kommenden Tage wird es an alle Haushalte im Stühlinger verteilt.
Themen dieser Ausgabe sind unter anderem:
Titelgeschichte: Bunte Vielfalt im Gemeinderat: Wie geht es weiter in der Freiburger Kommunalpolitik?
Die SPD ist seit Jahren einer der Hauptakteure in der Stadt. Wir haben entscheidende Dinge für die Stadt umsetzen können und wollen das mit Ihrer Stimme auch weiterhin tun.
Aus dem Stühlinger treten für uns zur Kommunalwahl an:
Jede Art von Ungleichgewicht in unserer Gesellschaft. Ich möchte all den berechtigten Argumenten gegen mächtige Interessen mit demokratischen Mitteln Gehör verschaffen, publik machen und zur Diskussion bringen. Ich wünschte, dieses Mittel der Demokratie würde von Vielen als Werkzeug wahrgenommen und angewendet. Nicht Jammern über die Zustände, sondern aktiv werden!
Und was kann noch besser werden?
Sehr Vieles! Ich habe viele Ideen, um auch Freiburg zu einem besseren Ort zu machen – das erfordert aber eine sorgfältige Abwägung verschiedenster Interessen. Ich möchte dies auch als Aufruf an alle Freiburger verstanden wissen, bessere Ideen kundzutun und konstruktiv zu einem besseren Gemeinwesen beizutragen! Nicht vor sich hinbruddeln, sondern die Stadträte fordern und fragen!
Was macht Dir Freude an Kommunalpolitik?
Kommunalpolitik ist sehr konkret. Wie in der „großen“ Politik müssen auch hier Kompromisse mit verschiedensten Akteuren gefunden werden, rechtliche und finanzielle Schranken beachtet werden – aber der Bezug ist direkter.
Der Stühlinger ist ein faszinierender Stadtteil. Ich schätze es sehr, dass so viele Menschen aus verschiedenen Nationen hier leben. Das ist gelebter Multikulturalismus. Gleichzeitig hat der Stühlinger trotz dem urbanen Flair eine heimelige Atmosphäre. Man fühlt sich manchmal wie in einem Dorf, weil man so vielen Bekannten begegnet.
Welche Themen sind Dir besonders wichtig?
Besonders am Herzen liegt mir die soziale Gerechtigkeit. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Bildungsstand: jeder Mensch hat das Recht an unserer Gesellschaft teilzuhaben. Gerade die Menschen, die es eh schon schwer im Leben hatten, brauchen besondere Unterstützung. Zur sozialen Gerechtigkeit gehört auch bezahlbares Wohnen. Immer mehr Menschen werden aus der Stadt verdrängt, weil sie sich ihr Zuhause nicht mehr leisten können. Ich setze mich dafür ein, dass alle Einwohner und Zugezogene einen Platz in Freiburg haben.
Wenn Du nicht gerade aktiv Wahlkampf betreibst, womit beschäftigst Du dich dann?
Ich bin glückliche Mutter von drei Kindern und Oma von zwei Enkelkindern. Mit denen versuche ich so viel Zeit wie möglich zu verbringen. Beruflich arbeite ich seit 30 Jahren als Lehrerin an einer Schule für Erziehungshilfe. Ehrenamtlich war ich viele Jahre lang in der Kirchengemeinde und im Bürgerrat. Heute bin ich stellvertretende Vorsitzende im Stühlinger Quartiersrat.
Drei Themen sind mir besonders wichtig: Zum einen setze ich mich für generationengerechte Quartiere in Freiburg ein. Zum anderen müssen wir Strukturen schaffen, damit Ältere möglichst lange in der eigenen Wohnung bleiben können. Schließlich mache ich mich für kostenfreie Kita-Plätze stark.
Wie stellst Du Dir das Freiburg der Zukunft vor?
Ich denke an eine lebendige und bunte Stadt, in der alle gut leben können und glücklich sind.
Wie willst Du die Menschen für Kommunalpolitik begeistern?
In der Kommunalpolitik werden Entscheidungen getroffen, die die Menschen direkt betreffen. Ich möchte die Freiburgerinnen und Freiburger dazu motivieren, sich aktiv einzumischen und werde dazu Möglichkeiten schaffen.
Wofür möchtest Du Dich im Gemeinderat einsetzen?
Für gute Bedingungen in einem lebenswerten sozialen Freiburg! Freiburg ist eine liebenswerte und lebenswerte Stadt mit einem bunten Stadtbild. Dies zu erhalten, dafür möchte ich mich gerne einsetzen. Daher unterstütze ich eine starke SPD-Liste, mit zwei jungen und erfahrenen Kandidierenden an ihrer Spitze. Es gibt viele Punkte, für die es sich lohnt, sich einzusetzen, z.B. bezahlbaren Wohnraum, Freiräume für Jugendliche, mehr Barrierefreiheit, sichere Räume für Gruppen der Diversity- und Queer-Community und vieles mehr.
Wenn Du nicht gerade aktiv Wahlkampf betreibst, womit beschäftigst Du dich dann?
Ich bin ehrenamtlich für die Gewerkschaft ver.di in der Tarif- und Verhandlungskommission der Uniklinika Baden-Württemberg unterwegs. Zurzeit bindet dies viel meiner Freizeit, da wir viele „Tarifbaustellen“ haben. Unter anderem haben wir letztes Jahr einen Entlastungstarifvertrag für die Pflegekräfte erkämpft. Diesen werde ich weiter begleiten.
Hast Du einen Lieblingsort in Freiburg?
Puuh…, schwere Frage. Es gibt so viele Lieblingsorte für mich in Freiburg. Ich liebe es Samstag morgens, möglichst früh, mit Blick über den Stühlinger Kirchplatz, eine Espresso zu trinken.
Ulrike Stein
Medizinisch-technische Assistentin und Personalrätin Uniklinik Facebook