Das Stühlinger Magazin 3–2018 ist erschienen! Die kommenden Tage wird es an alle Haushalte im Stühlinger verteilt.
Themen dieser Ausgabe sind unter anderem:
Der Osten, schön saniert und trotzdem teils leer.
Ein Redaktionsmitglied des Stühlinger Magazins wird als Ex-Ossi oft damit konfrontiert, was denn in seiner alten Heimat los ist. Zum Tag der deutschen Einheit hat er daher einen längeren Artikel geschrieben, durch den vielleicht klar wird, warum es solche Unterschiede in den Ansichten und Denkweisen zwischen Ost- und Westdeutschen gibt.
In Deutschland sinken in den letzten Jahren die Quote an geimpften Kindern selbst bei hoch ansteckenden Krankheiten wie Masern. Mit unserer Veranstaltung am 23. 9. wollen wir informieren, welche Faktoren sowohl die verbreitete Impfangst, als auch die wachsende Impfmüdigkeit in Deutschland, vor allem aber auch in Freiburg, befeuern. Welche Gefahren birgt das Impfen und welche birgt das Nicht-Impfen? Diese Fragen wollen wir wissenschaftlich fundiert und im Kontext der aktuellen gesetzlichen und politischen Lage erörtern, um zu einem aufgeklärten Diskurs beizutragen. Die Referenten sind:
Am 12.9. hat das Europaparlament über das neue EU-Urheberrecht abgestimmt. In der verabschiedeten Form werden in Zukunft wahrscheinlich sogenannte Upload-Filter eingesetzt werden müssen. Das sind Computerprogramme, die automatisch alles Scannen was z.B. Nutzer von sozialen Netzwerken hochladen. Diese Filter erkennen jedoch immer wieder Fotos und Videos falsch, da Computerprogramme weder Ironie noch Satire kennen. Somit sind Upload-Filter eine Art Zensur. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist daher auch festgeschrieben, dass man verpflichtende Upload-Filtern ablehnt.
Warum unsere Europaabgeordnete dennoch dem Entwurf zugestimmt hat, erklärt sie in einer Sonderausgabe ihres Magazin Europa Aktuell. Wie das EU-Gesetzgebungsverfahren weiter geht wird sie auf Ihrer Webseite berichten.
Es gibt sie doch: Vermieter; die Artikel 14 Absatz (2) des Grundgesetzes beherzigen. Da heißt es nämlich: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Eine solche Erfahrung machten jedenfalls die MieterInnen in der Guntramstraße 38.
Guntramstraße 38
Über Jahre hinweg haben die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, den Altbau mit Vorder- und Hinterhaus zu einem fairen Preis vermietet, notwendige Reparaturen immer gleich erledigt und das Haus insgesamt in Schuss gehalten. Doch Ende Februar erhielten die MieterInnen die Nachricht, dass das Haus verkauft werden sollte. Schon zwei Tage später meldete sich ein Makler, um Besichtigungstermine für Kaufinteressenten zu vereinbaren.
Mit Hilfe des Mietersyndikats wurde eine Lösung gefunden. Wie genau, können Sie im aktuellen Magazin nachlesen, das nun online steht.
Die jahrelangen Bemühungen der DB, der Stadt, von Politik und Vereinen waren erfolgreich, so dass es nun eine konkrete Planung und einen Zeitplan für den barrierefreien Ausbau des Freiburger Hauptbahnhofs gibt. Einen Überblick über die Pläne gibt die Abbildung. Der Umbau gliedert sich aus planungsrechtlichen Gründen in 3 Maßnahmen, die jedoch möglichst zeitgleich umgesetzt werden sollen:
Die 3 Maßnahmen in der Übersicht: Rot ist die Lage der neuen Nordunterführung zwischen Bahnhofsgebäude und Wentzingerstraße. Blau umrahmt sind die umzubauenden Bahnsteige, Gelb umrahmt ist das bisherige Dach des Bahnsteigs der Gleise 4/5. Bildquelle: DB Station & Service AG
Barrierefreie Erschließung der Nordunterführung. Die Nordunterführung geht derzeit nur von Gleis 1 bis 7. Zum Gleis 8 und weiter zur Wentzingerstraße kann man nicht laufen. Zudem ist er nicht behindertengerecht ausgebaut. Daher nutzen die Unterführung nur wenige Reisende und im Berufsverkehr ist die, ebenfalls nicht barrierefrei ausgebaute, Südunterführung regelmäßig überfüllt. Mit der neuen Nordunterführung werden somit gleich mehrere Probleme gelöst:
Der Bahnhof ist aus dem Nord-Stühlinger schneller über die dann durchgehende Unterführung erreichbar. Der Eingang von der Wentzingerstraße hat aus Platzgründen keine Rampe, aber eine Treppe und einen Aufzug.
Parallel zu den Fahrstühlen der Stadtbahnbrücke (die, so wie sie sind, erhalten werden) gibt es dann auf jedem Bahnsteig einen zweiten Fahrstuhl. So ist sichergestellt, dass auch bei einer Havarie jeder Bahnsteig behindertengerecht erreichbar ist. Außerdem verkürzt sich die Umsteigezeit erheblich, denn Personen, die keine Treppen steigen können und z. B. in der 1. Klasse eines Zuges am Nordende des Bahnsteigs aus dem Zugsteigen, müssen derzeit bis zu 300 m bis zur Stadtbahnbrücke laufen, dort den Fahrstuhl nehmen und danach evtl. wieder 300 m nach Norden laufen, wenn dort ihr Waggon des neuen Zuges ist.
Durch zwei durchgehende Unterführungen kommt man auch im Berufsverkehr gut durch den Bahnhof und ohne Drängeln zum Zug.
Anpassung der Gleise 4 bis 8. Nach dem Ausbau der Breisgau S‑Bahn im Rahmen des Projekts BSB 2020 fahren auf allen Linien elektrisch angetriebene Züge. Alle Gleise der S‑Bahnlinien werden daher auf ein einheitliches Niveau dieser neuen Züge umgebaut. Beim Umbau der Bahnsteige werden auch die Treppenanlagen zu den Unterführungen auf den neuesten Stand gebracht. Die Gleise 1 bis 3 sind bereits für den Fernverkehr ausgebaut.
Neubau des Dachs des Bahnsteigs der Gleise 4/5. Wie man in der Abbildung sieht, ist das Dach zu kurz. Außerdem ist es mit Holzbalken gebaut, die bereits mit Stahlträgern gesichert werden mussten. Daher wird es durch ein längeres Dach aus Stahl ersetzt.
Alle Maßnahmen zusammen sollen ca. 20 Mio. € kosten. Der Gemeinderat hat im Mai zugestimmt, einen Anteil an den weiteren Planungskosten zu leisten. Der Plan soll 2019 fertig werden. Danach wird es eine Bürgerbeteiligung geben um die Pläne zu verfeinern. Das Stühlinger Magazin wird Sie darüber auf dem Laufenden halten. Darauf folgt ein Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt. Die Pläne liegen dann öffentlich aus und jeder Betroffene kann seine Einwände schriftlich einbringen. Am Ende wird der Plan festgestellt und wenn es dagegen keine Klagen gibt, könnte ab 2022 Baurecht bestehen. Wann schlussendlich gebaut werden kann, hängt von den Ausschreibungen der Bauleistungen, Fördermitteln und der Planung des Fahrplans ab (denn es müssen Gleise gesperrt werden). Aktuell geht die Bahn von einem möglichen Baubeginn 2024 aus.