Neuigkeiten
Neues Recht für Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit
Die Regierungsbildung hat lange gedauert, es wird also Zeit die vereinbarten Ziele umzusetzen. Zwei ihrer Ziele konnte die SPD bereits umsetzen, auch wenn dies in der Diskussion um die Asylpolitik etwas unterging: Die Musterfeststellungsklage, damit unter anderem Autobesitzer, die von den Dieselbetrügereien betroffen sind, doch noch zu ihrem Recht kommen, und das Rückkehrrecht aus Teilzeit.
Die Hälfte aller berufstätigen Frauen arbeiten aktuell in Teilzeit, bei den alleinerziehenden Frauen sind es dreiviertel und auch immer mehr Männer entscheiden sich temporär für Teilzeit. Das aktuelle Teilzeit- und Befristungsgesetz ermöglicht es, aus einer Vollzeitstelle in Teilzeit zu wechseln, eine Rückkehrrecht gibt es hingegen nicht. Wenn man z.B. eine Pflegefall in der Familie hat und daher auf Teilzeit reduziert, kann man später nicht wieder ohne Weiteres in Vollzeit zurückkehren. Dabei sind viele Gründe für Teilzeit zeitlich begrenzt, die meisten ArbeitnehmerInnen möchten danach in Vollzeit zurückkehren und in letzter Konsequenz ist Wirtschaft für die Menschen da. In der vergangenen Großen Koalition konnte sich die SPD leider nicht mit dem Thema durchsetzen, insofern war es in den Verhandlungen zur aktuellen GroKo klar, dass die SPD sich diesbezüglich nicht mehr hinhalten lässt.
Konkret haben ab 2019 nun alle ArbeitnehmerInnen in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern die Möglichkeit für 1 bis maximal 5 Jahre in Teilzeit zu gehen und daraus in Vollzeit zurückzukehren. Dies muss man seinem Betrieb vorher ankündigen ohne jedoch Gründe für die Teilzeit nennen zu müssen. Während der Teilzeit kann man die Dauer der Teilzeit nicht mehr verändern. Wenn der Betrieb sich nicht in der Lage sieht, eine Vollzeitstelle nach der Teilzeit anzubieten, muss er das beweisen. Folgt der Betriebsrat der Beweisführung, kann der Betrieb die Rückkehr in Vollzeit weiterhin ablehnen. Bei Betrieben zwischen 45 und 200 Mitarbeitern hat nur jeder 15. Mitarbeiter das Recht auf Rückkehr in Vollzeit. Die Grenze mit 45 Mitarbeitern ist so gewählt, dass kleinere Betriebe dadurch keine Probleme bekommen, denn wenn z.B. in einem Betrieb mit 10 Angestellten eine Person für 2 Jahre nur zu 50 % arbeitet, fehlt diese Arbeitszeit dem Betrieb. Der kann jemanden für diese 2 Jahre befristet mit einer 50 %-Stelle anstellen, doch danach muss er diese Person womöglich wieder entlassen. Es ist daher nicht besonders attraktiv, solche Vertretungsstellen in kleinen Firmen anzunehmen, so dass es sein kann, dass die Firma keine Person für die Vertretungsstelle findet.
Einladung zur Veranstaltung „Was haben wir aus der Finanzkrise gelernt?“ am 15. 7.
Nach nunmehr zehn Jahren stellt sich die Frage, ob unser Finanzsystem durch die Lehren der Finanzkrise sicherer geworden ist. Doch was hat sich an den Spielregeln der Banken geändert? Reichen Regularien wie Basel III um zukünftige Krisen zu verhindern oder machen die Banken weiter wie bisher? Und welche Rolle kann hier die Politik, insbesondere die EU spielen? Diese und weitere Fragen möchten wir diskutieren mit Sandra Navidi, CEO BeyondGlobal, LLC.
Alle interessierten BürgerInnen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos. Alle Infos zum Ort und der Zeit sind hier zu finden.
Stühlinger Magazin 2–2018 ist erschienen
Das Stühlinger Magazin 2–2018 ist erschienen! Die kommenden Tage wird es an alle Haushalte im Stühlinger verteilt.
Ca. 1 Monat nach der Printausgabe ist die Ausgabe hier online verfügbar.
- Titelgeschichte: Neubaugebiet Stühlinger West
- Gentrifizierung und was man dagegen tun kann
- Umbaupläne des Hauptbahnhofs
Sie haben kein gedrucktes Magazin erhalten, obwohl Sie im Stühlinger wohnen oder Sie hätten gern weitere gedruckt Exemplare? Sprechen Sie uns an!
Bericht aus Stuttgart 3–2018 erschienen
Hier finden Sie die neueste Ausgabe des Berichts aus Stuttgart von unserer Landtagsabgeordneten Gabi Rolland.
Europa Aktuell 6–2018 erschienen
Hilfe für die Datenschutz-Grundverordnung
Über die die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde bereits viel geschrieben, aber unsere Redaktion erreichen weiterhin Nachfragen.
Die grundlegenden, wichtigen Fragen hat Jan Philipp Albrecht, einer der Väter der Verordnung, auf seiner Seite beantwortet.
Das Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht bietet auf seiner Seite Musterverzeichnisse für Datenschutzerklärungen an für Vereine, Handwerksbetriebe, Produktionsbetriebe, Online-Shops, Einzelhändler, Arztpraxen, Hotels/Pensionen, uvm.
SPD Freiburg beschließt, sich für ein kommunales Vorkaufsrecht bei Grundstücks- und Immobiliengeschäften einzusetzen
Auf ihrer letzten Mitgliederversammlung hat die Freiburger SPD mit großer Mehrheit beschlossen, sich für ein städtisches Vorkaufsrecht bei allen Grundstücks- und Immobilienverkäufen einzusetzen. Um dieses Vorkaufsrecht wahrzunehmen, soll ein Fonds eingerichtet werden. Dieser Fond macht es möglich, unabhängig vom aktuellen Kommunalhaushalt am Wohnungsmarkt tätig zu werden.
Die SPD setzt sich für mehr kommunale Wohnungen ein. Denn diese Wohnungen können sozial bewirtschaftet werden und deren Mieten können unterhalb des Mietspiegels vermietet werden. Damit sie einen größeren Einfluss auf den Mietspiegel haben, und so allen MieterInnen helfen, ist es wichtig, den Bestand kontinuierlich zu vergrößern. Damit die Stadt ein Vorkaufsrecht für bebaute Flächen geltend machen kann, muss sie vorher diese Flächen mit einer Veränderungssperre im Rahmen einer Satzung belegen. Dies kann der Gemeinderat entsprechend dem Baugesetzbuch beschließen. Die SPD setzt sich daher ein, für möglichst viele bebaute Flächen eine entsprechende Satzung zu beschließen.
Um der Stadt den Ankauf von Wohnungen zum Verkehrswert zu ermöglichen, muss sie einen Fonds einrichten, der mit einem finanziellen Grundstock ausgestattet ist, damit das Vorkaufsrecht auch genutzt werden kann. Dies muss unabhängig vom Haushalt geschehen, da private Verkäufe zeitlich nicht planbar sind.
Andere Städte wie Ulm oder Tübingen nutzen bereits seit Längerem erfolgreich das kommunale Vorkaufsrecht, um sowohl in den Wohnungsmarkt einzugreifen als auch um sich potentielle Bauflächen für die Stadtentwicklung zu sichern. Es wird Zeit, dass sich Freiburg daran ein Beispiel nimmt.
Freiburger Jusos wählen neuen Vorstand
Am vergangenen Mittwoch, den 30. Mai haben die Jusos Freiburg (Jungsozialist*innen in der SPD) auf ihrer Jahreshauptversammlung im Regionalzentrum der SPD Südbaden einen neuen Vorstand gewählt. Nach einem ereignisreichen und spannenden Arbeitsjahr, geprägt durch Bundestags- und OB-Wahl, wurde der bisherige Juso-Kreisvorsitzende Daniel Becker verabschiedet. Er wird als ehrenamtlicher Geschäftsführer der SPD Freiburg weiterhin politisch aktiv bleiben. Als seine Nachfolgerin wurde Lisa Gockel (21), Psychologiestudentin, gewählt. „Als sozialistischer Jugendverband sind wir ein Teil der SPD und ihr Korrektiv zugleich – wie wir mit unserer #NoGroko Kampagne gezeigt haben. Wir wollen auch in Zukunft eine Plattform für junge Menschen bieten, die sich politisch einbringen möchten. Angesichts der derzeitigen Zwei-Klassen Medizin, des Pflegenotstandes und der CSU im „Heimatsministerium“, braucht es eine starke sozialdemokratische Politik auf allen Ebenen!“, so die frisch gewählte Kreisvorsitzende, die nach der Entscheidung über die große Koalition aus der SPD ausgetreten und nur noch Mitglied bei den Jusos ist.
Ludwig Striet, Vorsitzender des Stadtjugendrings und neu gewählter stellvertretender Vorsitzender, ergänzt:“ Wie wir unter anderem beim Kandidat*innengrillen im Freizeichen gesehen haben, sind junge Menschen sehr daran interessiert, was kommunal passiert. Wir müssen gewährleisten, dass eben diese jungen Menschen am politischen Geschehen unserer Stadt teilhaben können. Gerade beim Stichwort Jugendbeteiligung sehe ich noch eine Menge Verbesserungsbedarf für die Stadt Freiburg.“ Neben Ludwig Striet (26) wurden zudem noch Corinna Friedrich (25), Henry Breu (20), Falco Wehmer (23), Pia Liepe (28), Stephan Tautz (28) und Dorothea Schiewer (20) als stellvertretende Kreisvorsitzende der Jusos Freiburg gewählt.
SPD erwartet, dass sich die Deutsche Bahn an den verabredeten Lärmschutz hält
Die Mitgliederversammlung der Freiburger SPD ist am 9.6. einstimmig dem Antrag ihrer Landtagsabgeordneten Gabi Rolland gefolgt, die Bundesregierung und die Abgeordneten der Regierungsfraktionen in Bund und Land aufzufordern, sich hinter die Belange der Freiburger Bürgerschaft für einen guten Lärmschutz zu stellen. „Es geht nicht an, dass die Deutsche Bahn aus dem verabredeten Lärmschutz aussteigt“, empört sich die Abgeordnete. Die Freiburger Genossinnen und Genossen wollen auch der Initiative für einen besseren Lärmschutz an der Neu- und Ausbaustrecke, IGEL, den Rücken stärken. Egal wie viele Züge auf der neuen Güterbahntrasse fahren – der Lärmschutz muss optimal sein. Schließlich verfolgt auch die SPD das Ziel, dass die Güter von der Straße auf die Schiene müssen – demzufolge hat die Neubaustrecke auch ausgelastet zu sein. Die Freiburger SPD erwartet von den Politikern, dass die Entscheidungen des Projektbeirates eins zu eins umgesetzt werden und die Deutsche Bahn auf die Spur des vereinbarten Lärmschutzes zurück gebracht wird. Die Sitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag Anfang Juli gibt dazu Gelegenheit.