Auf ihrer letzten Mitgliederversammlung hat die Freiburger SPD mit großer Mehrheit beschlossen, sich für ein städtisches Vorkaufsrecht bei allen Grundstücks- und Immobilienverkäufen einzusetzen. Um dieses Vorkaufsrecht wahrzunehmen, soll ein Fonds eingerichtet werden. Dieser Fond macht es möglich, unabhängig vom aktuellen Kommunalhaushalt am Wohnungsmarkt tätig zu werden.
Die SPD setzt sich für mehr kommunale Wohnungen ein. Denn diese Wohnungen können sozial bewirtschaftet werden und deren Mieten können unterhalb des Mietspiegels vermietet werden. Damit sie einen größeren Einfluss auf den Mietspiegel haben, und so allen MieterInnen helfen, ist es wichtig, den Bestand kontinuierlich zu vergrößern. Damit die Stadt ein Vorkaufsrecht für bebaute Flächen geltend machen kann, muss sie vorher diese Flächen mit einer Veränderungssperre im Rahmen einer Satzung belegen. Dies kann der Gemeinderat entsprechend dem Baugesetzbuch beschließen. Die SPD setzt sich daher ein, für möglichst viele bebaute Flächen eine entsprechende Satzung zu beschließen.
Um der Stadt den Ankauf von Wohnungen zum Verkehrswert zu ermöglichen, muss sie einen Fonds einrichten, der mit einem finanziellen Grundstock ausgestattet ist, damit das Vorkaufsrecht auch genutzt werden kann. Dies muss unabhängig vom Haushalt geschehen, da private Verkäufe zeitlich nicht planbar sind.
Andere Städte wie Ulm oder Tübingen nutzen bereits seit Längerem erfolgreich das kommunale Vorkaufsrecht, um sowohl in den Wohnungsmarkt einzugreifen als auch um sich potentielle Bauflächen für die Stadtentwicklung zu sichern. Es wird Zeit, dass sich Freiburg daran ein Beispiel nimmt.
Archiv des Autors: uwestoehr
Freiburger Jusos wählen neuen Vorstand
Am vergangenen Mittwoch, den 30. Mai haben die Jusos Freiburg (Jungsozialist*innen in der SPD) auf ihrer Jahreshauptversammlung im Regionalzentrum der SPD Südbaden einen neuen Vorstand gewählt. Nach einem ereignisreichen und spannenden Arbeitsjahr, geprägt durch Bundestags- und OB-Wahl, wurde der bisherige Juso-Kreisvorsitzende Daniel Becker verabschiedet. Er wird als ehrenamtlicher Geschäftsführer der SPD Freiburg weiterhin politisch aktiv bleiben. Als seine Nachfolgerin wurde Lisa Gockel (21), Psychologiestudentin, gewählt. „Als sozialistischer Jugendverband sind wir ein Teil der SPD und ihr Korrektiv zugleich – wie wir mit unserer #NoGroko Kampagne gezeigt haben. Wir wollen auch in Zukunft eine Plattform für junge Menschen bieten, die sich politisch einbringen möchten. Angesichts der derzeitigen Zwei-Klassen Medizin, des Pflegenotstandes und der CSU im „Heimatsministerium“, braucht es eine starke sozialdemokratische Politik auf allen Ebenen!“, so die frisch gewählte Kreisvorsitzende, die nach der Entscheidung über die große Koalition aus der SPD ausgetreten und nur noch Mitglied bei den Jusos ist.
Ludwig Striet, Vorsitzender des Stadtjugendrings und neu gewählter stellvertretender Vorsitzender, ergänzt:“ Wie wir unter anderem beim Kandidat*innengrillen im Freizeichen gesehen haben, sind junge Menschen sehr daran interessiert, was kommunal passiert. Wir müssen gewährleisten, dass eben diese jungen Menschen am politischen Geschehen unserer Stadt teilhaben können. Gerade beim Stichwort Jugendbeteiligung sehe ich noch eine Menge Verbesserungsbedarf für die Stadt Freiburg.“ Neben Ludwig Striet (26) wurden zudem noch Corinna Friedrich (25), Henry Breu (20), Falco Wehmer (23), Pia Liepe (28), Stephan Tautz (28) und Dorothea Schiewer (20) als stellvertretende Kreisvorsitzende der Jusos Freiburg gewählt.
SPD erwartet, dass sich die Deutsche Bahn an den verabredeten Lärmschutz hält
Die Mitgliederversammlung der Freiburger SPD ist am 9.6. einstimmig dem Antrag ihrer Landtagsabgeordneten Gabi Rolland gefolgt, die Bundesregierung und die Abgeordneten der Regierungsfraktionen in Bund und Land aufzufordern, sich hinter die Belange der Freiburger Bürgerschaft für einen guten Lärmschutz zu stellen. „Es geht nicht an, dass die Deutsche Bahn aus dem verabredeten Lärmschutz aussteigt“, empört sich die Abgeordnete. Die Freiburger Genossinnen und Genossen wollen auch der Initiative für einen besseren Lärmschutz an der Neu- und Ausbaustrecke, IGEL, den Rücken stärken. Egal wie viele Züge auf der neuen Güterbahntrasse fahren – der Lärmschutz muss optimal sein. Schließlich verfolgt auch die SPD das Ziel, dass die Güter von der Straße auf die Schiene müssen – demzufolge hat die Neubaustrecke auch ausgelastet zu sein. Die Freiburger SPD erwartet von den Politikern, dass die Entscheidungen des Projektbeirates eins zu eins umgesetzt werden und die Deutsche Bahn auf die Spur des vereinbarten Lärmschutzes zurück gebracht wird. Die Sitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag Anfang Juli gibt dazu Gelegenheit.
Europa Aktuell 5–2018 erschienen
Spezial: Rückblick zur OB-Wahl 2010
Nach der erfolgreichen OB-Wahl wird die SPD nach vorne schauen und mit Martin Horn die Probleme der Stadt angehen. Ein Blick zurück zur letzten OB-Wahl 2010 zeigt, wie aktuell die Themen von damals, heute noch sind:
Es wurde daher dringend Zeit für den Wechsel! Man merkt auch, dass 8 Jahre einfach zu lang für eine Amtszeit sind. Der Gemeinderat wird alle 5 Jahre gewählt, also macht es Sinn, den Oberbürgermeister auch alle 5, maximal 6 Jahre zu wählen.
Martin Horn wird Freiburger Oberbürgermeister!
Der von der SPD unterstützte Kandidat Martin Horn gewinnt die Freiburger Oberbürgermeisterwahl!: