Details der Ergebnisse der Sondierungsgespräche der SPD mit der CDU/CSU

Gestern wur­den die Ergebnisse der Sondierungsgespräche mit der CDU/CSU ver­öf­fent­licht. Hier ist eine Liste eini­ger Punkte in alpha­be­ti­scher Sortierung und ohne Bewertung:

Arbeit
  • Recht auf befris­tete Teilzeit in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern. In Betrieben mit 45–200 Mitarbeitern nur, wenn nicht bereits mehr als 1 Person von 15 in Teilzeit ist.
  • Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,3%
Bildung und Forschung
Familie
  • neuer Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter
  • Reduktion der Gebühren für Kinderbetreuung mit Ziel der Gebührenfreiheit
  • Kinderrechte sol­len im Grundgesetz ver­an­kert wer­den
Gesundheit
  • Beiträge zur Krankenversicherung sol­len wie­der in glei­chem Maße von Arbeitgebern und Beschäftigten geleis­tet wer­den. (Paritätische Finanzierung)
  • voll­stän­dige Refinanzierung von Tarifsteigerungen im Krankenhausbereich
  • auf das Einkommen der Kinder von pfle­ge­be­dürf­ti­gen Eltern soll erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro im Jahr zurück­ge­grif­fen wer­den
Landwirtschaft und Umwelt
  • bun­des­wei­tes Gentechnikanbau-Verbot
  • Ziel: 65 % erneu­er­bare Energien bis 2030
Migration
  • Zuzug qua­li­fi­zier­ter Fachkräfte nach Deutschland soll attrak­ti­ver gemacht und bes­ser gesteu­ert wer­den
  • Algerien, Marokko und Tunesien sowie wei­tere Staaten mit einer regel­mä­ßi­gen Anerkennungsquote unter 5% wer­den zu siche­ren Herkunftsstaaten bestimmt
  • Familiennachzug für maxi­mal 1000 Menschen pro Monat
Rente
  • Sicherung einer Rente von min­des­tens 48% vom durch­schnitt­li­chen Bruttoeinkommen
  • Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen mit Wahl zwi­schen gesetz­li­cher Rente oder ande­rer insol­venzsiche­rer Vorsorge
  • Anrechnung eins drit­ten Erziehungsjahres für Mütter
  • Bezieher von Grundsicherung im Alter sol­len im selbst genutz­ten Haus oder ihrer Wohnung woh­nen blei­ben dür­fen
Verkehr
Wirtschaft
Wohnen
  • bun­des­ei­gene Grundstücke wer­den den Kommunen für Wohnungsbau zu ver­güns­tig­ten Konditionen  zur Verfügung gestellt
  • Absenkung der Modernisierungsumlage und zukünf­tige Anpassung an den Zinsverlauf für Kredite
  • Förderung, dass ein qua­li­fi­zier­ter Mietspiegel in mehr Kommunen Anwendung fin­det

Die SPD wird auf einem Bundesparteitag am 21. Januar dar­über ent­schei­den, ob die Ergebnisse aus­rei­chend sind, mit der CDU/CSU über eine Koalition zu ver­han­deln. Kommt es zu die­ser Verhandlung, wer­den die SPD-Mitglieder über deren Ergebnis per Urwahl ent­schei­den.
Hier ist der kom­plette Wortlaut der Sondierungsergebnisse als PDF.

Einladung zum Neujahrsempfang der SPD Stühlinger

Die SPD Stühlinger lädt alle inter­es­sier­ten BürgerInnen zum Neujahrsempfang am 14. Januar 2018,  Architekturforum, Guntramstraße 15 ein. Es wer­den spre­chen:

Musikalisch umrahmt wird der Empfang von der Sängerin Candida Schlabach-Uhl mit Liedern von Robert Schumann.

SPD nimmt Sondierungsgespräche mit CDU und CSU auf

Der Parteivorstand der SPD hat ein­stim­mig ent­schie­den, Sondierungs-gesprä­che mit CDU und CSU auf­zu­neh­men. Diese Gespräche wer­den wir ergeb­nis­of­fen geführt – auch was die Modelle einer Regierungsbildung betrifft.

Die Grundlage für die Sondierungen ist der Parteitagsbeschluss von Anfang Dezember.

Der Parteivorstand wird die Ergebnisse der Sondierungsgespräche aus-wer­ten und eine Empfehlung für das wei­tere Vorgehen vor­le­gen. Ein Sonderparteitag am 21.01.2018 in Bonn wird dar­über ent­schei­den, ob die SPD in Verhandlungen über eine sol­che Regierungsbildung gehen.

SPD Freiburg setzt sich für gerechtere Berechnung des Mietspiegels ein

Am 5.12. 2017 hat die SPD Freiburg mit gro­ßer Mehrheit beschlos­sen, sich dafür ein­zu­set­zen, dass die Erhebung des Mietspiegels so geän­dert wird, dass für die Erhebung des Mitspiegels grund­sätz­li­che alle Mietverträge berück­sich­tigt wer­den, egal wie lange diese bereits bestehen.Beispielbild: https://pixabay.com/de/geld-haus-darlehen-bau-home-2387090/
Für die Erstellung des Mietspiegels wer­den gemäß nach § 558 BGB nur die Mietverhältnisse berück­sich­tigt, die sich in den letz­ten 4 Jahren geän­dert haben. Es öff­net sich durch die 4‑Jahresbindung per­ma­nent die Schere zwi­schen kur­zen und lan­gen Mietverhältnissen. Die Schere schließt der Markt durch ebenso per­ma­nente Mieterhöhung. De-facto führt die 4‑Jahresbindung damit beson­ders in Universitätsstädten mit kur­zen Mietverhältnissen der Studenten zu einer Mieterhöhung.

Die SPD setzt sich durch die gerech­tere Berechnung des Mietspiegels dafür ein, alle MieterInnen zu ent­las­ten. Dies wird eines der Themen in den kom­men­den Sondierungsgesprächen in der Bundespolitik sein.

Weitere Initiativen und Beschlüsse der SPD Freiburg und der SPD Stühlinger fin­den Sie hier.

SPD Freiburg beschließt Mietsteigerungsdeckelung für kommunale Wohnungen

Am 5.12. 2017 hat die SPD Freiburg mit gro­ßer Mehrheit beschlos­sen, sich dafür ein­zu­set­zen, dass für kom­mu­nale Wohnungen die Mieten maxi­mal 25 % unter dem Mietspiegel lie­gen sol­len.

Beispielbild: https://pixabay.com/de/geb%C3%A4ude-himmel-blau-wohnung-2545498/Konkret geht es darum, dass die Freiburger Stadtbau GmbH sich bei ihren Mieterhöhungen auf einen Gemeinderatsbeschluss aus den neun­zi­ger Jahren bezieht, nach dem die Mieten gemäß dem Mietspiegel erhöht wer­den sol­len. Dieser Beschluss muss daher schnellst­mög­lich geän­dert wer­den, denn der Mietspiegel stieg in den letz­ten Jahren stär­ker als das Einkommen der BürgerInnen.

Die SPD setzt sich dafür ein, alle MieterInnen zu ent­las­ten. Die Freiburger Stadtbau ist als kom­mu­nale Gesellschaft unse­rer Auffassung nach dem Gemeinwohl ver­pflich­tet. Geringere Miet-preis­stei­ge­run­gen ent­las­ten nicht nur die MieterInnen der Stadtbau, son­dern alle, denn durch eine ver­min­derte maxi­male Anhebung dämpft das den Anstieg des stadt­wei­ten Mietspiegels.

Der Verzicht auf starke Mieterhöhung schwächt die wirt­schaft­li­che Lage der Stadtbau nicht und ermög­licht auch für die Zukunft Investitionen in Wohnungsneubau und Sanierung. Um dies zu unter­mau­ern, gibt es in der Begründung des beschlos­se­nen Antrags Zahlen und Weblinks.

Weitere Initiativen und Beschlüsse der SPD Freiburg und der SPD Stühlinger fin­den Sie hier.